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"Es muss anders werden, damit es gut wird"

Ganz im Zeichen der Causa Hypo und der bevorstehenden EU-Wahl stand die sehr gut besuchte Alternative 1. Mai Kundgebung in Wien.

Waltraud Fritz-Klackl, Vertreterin der KPÖ bei der Europäischen Linkspartei und Kandidatin von EUROPA ANDERS, betonte bei der Abschlusskundgebung vor dem Parlament die Bedeutung des 1. Mai als internationaler Kampftag der Arbeitenden und prekären Lebenden.

Fritz-Klackl kritisierte die Politik der Troika und deren katastrophalen Auswirkungen, die insbesondere in Griechenland, dem Versuchslabor des Wahnsinns neoliberaler Politik, zu sehen sind.

Die Hypo-Rettung bezeichnete Fritz-Klackl als "Raubzug der Regierenden" - daher sei es, so wie von Martin Ehrenhauser vorgemacht, notwendig "aufzustehen, um sich für ein Europa der Menschen" stark zu machen.

Petra Unger von der Plattform "20.000 Frauen" thematisierte die Angriffe auf Frauenrechte, die quer durch die EU ausmachbar sind. Unzählige Forderungen, wie z.B. gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit oder aber Schwangerschaftsabbruch auf Krankenschein, warten noch immer auf die Realisierung, so Unger, die zugleich auch die Sparpolitik der Herrschenden kritisierte, die all jene trifft, die den Reichtum einer Gesellschaft erarbeiten und insbesondere Frauen.

Robert Hobek, AK-Rat des GLB, legte dar, warum es wichtig ist gegen den 12-Stunden-Arbeitstag zu mobilisieren und warum auch die angebliche Junktimierung mit einer 6 Urlaubswoche kein akzeptabler Kompromiss für die Gewerkschaften sein darf. Hobek rief dazu auf, sich an einer Demonstration gegen den 12-Stunden-Arbeitstag am 12. Mai (Treffpunkt Mariahilferstr./Museumsplatz) zu beteiligen.

Die parteiunabhängige Ulli Fuchs, die auf Platz 2 von EUROPA ANDERS kandidiert, verwies ebenfalls auf die große Bedeutung des 1. Mai - sowohl bzgl. der Vergangenheit wie auch der Gegenwart.

Die Zusammenarbeit von unterschiedlichen Menschen und Gruppen bei EUROPA ANDERS bezeichnete Fuchs als große Chance für positive Veränderungen. Nun sei wichtig, die Zeit bis zum 25. Mai zu nutzen, um die Positionen von EUROPA ANDERS möglichst vielen Menschen in Österreich darzulegen.

Am Ende ihrer Rede bedankte sich Fuchs bei allen Anwesenden und bei all jenen, die sich seit Jahren und Jahrzehnten für eine gerechtere, humanere und solidarische Gesellschaft einsetzen, für ihr Engagement, um mit dem Statement "Es muss anders werden, damit es gut wird" zu schließen.

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