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1. Mai in Wien: Okropiridse: Holt Euch die Stadt zurück

Gut besucht war die alternative 1. Mai Demonstration in Wien, die von einem Personenkomitee und der KPÖ-Wien organisiert wird.

Bei der Abschlußkundgebung vor dem Parlament sprachen Susanne Empacher (KPÖ-Bezirksrätin und stellvertretende Landessprecherin der KPÖ-Wien), Keivan Amiri, einer der Initiatoren des Taxler"streiks" gegen den so genannten Akademiker-Ball in der Hofburg, Philipp Jung (KSV-LilLi) und Clara Carbunar und Mina Damtanovic vom "Word March of Women".

Susanne Empacher von der KPÖ betonte die Bedeutung solidarischer Zusammenarbeit, die das Gemeinsame in den Vordergrund stellt. Zugleich kritisierte Empacher das arrogante Verhalten der SPÖ-Wien und Sie zeigte exisiterende Probleme auf.

Juliana Okropiridse von Wien anders, der Wahl-Allianz aus KPÖ, Piratenpartei, der Plattform der Unabhängigen und Echt Grün, kritisierte in ihrer Rede die Wiener Stadtregierung ebenfalls scharf. Zu den angekündigten 400 Gemeindewohnungen pro Jahr sagte Okropiridse: "400 – Das ist nichtmal ein Tropfen, das ist ein Spritzer auf den heißen Stein."

Es gibt in dieser Stadt, so Okropiridse, "Menschen, die nicht wissen, wie lange sie bleiben dürfen. Es gibt Menschen, die nicht wissen, was sie am nächsten Tag essen sollen. Und es gibt hier Menschen, die sich 40, 50, 60 Stunden in der Woche abrackern und trotzdem mehr schlecht als recht für sich und ihre Familie sorgen können. Wo ist da die SPÖ? Ich sehe sie nicht."

Nur Jammern, so Okropiridse, bringt nichts und "darum haben wir Wien anders ins Leben gerufen, denn die Stadt gehört uns allen. Wien sollte für alle Menschen da sein. Auch für das Viertel an EinwohnerInnen, die hier nicht wählen dürfen. Auch für alle Frauen. Auch für alle Jugendlichen. Auch für alle Menschen, die hier unter der Armutsgrenze leben. Auch für alle, die sich im Kaffeehaus ein Willkommensbussi geben wollen. Auch für alle, die sich am Balkon auf Türkisch unterhalten wollen, ohne von den Nachbar*innen beschimpft zu werden. Und ich könnte hier noch endlos weitere Beispiele aufführen, von Menschen, die im jetzigen Wien vernachlässigt werden. Aber wir sind gekommen um das zu ändern."

Weiters forderte die Spitzenkandidatin von Wien anders "Gratis Öffis für alle", eine Erhöhung der bedarfsorientierten Mindestsicherung, gleiches Gehalt für gleichwertige Arbeit, ein Wahlrecht für alle Menschen in dieser Stadt sowie mehr Transparenz und eine Ende der Freunderlwirtschaft."

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