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180.646 Menschen waren 2015 in Wien auf Mindestsicherung angewiesen

Wien-PolitikHeute präsentierte Sozialstadträtin Wehsely die neuesten Zahlen zur bedarfsorientierten Mindestsicherung in Wien. Im Vorjahr haben in Wien insgesamt 180.646 Frauen und Männer bedarfsorientierte Mindestsicherung bezogen. Das ist eine Steigerung um 12,8 Prozent im Vergleich zum Jahr 2014. Der Anteil an Flüchtlingen, die Mindestsicherung beziehen, ist auf insgesamt 17,4 Prozent gestiegen - konkret handelt es sich um rund 30.000 Personen. Rund 56.000 BezieherInnen sind jünger als 18 Jahre.

Weniger als zehn Prozent der 180.000 Personen sind laut Wehsely Vollbezugs-Bezieherinnen. 77,4 Prozent erhalten Ergänzungsleistungen, der Rest verteilt sich auf Mietbeihilfen oder vergleichbare Zuwendungen. Die Höhe der Mindestsicherung lag durchschnittlich bei 311 Euro - pro einzelnem Bezieher. Sogenannte Bedarfsgemeinschaften, also zumindest eine Person mit Kind, kamen im Jahresschnitt auf spärliche 557,05 Euro.

Nach Altersgruppen betrachtet, wuchs die Gruppe der 19- bis 24-Jährigen mit einem Plus von 18,9 Prozent sowie der 25- bis 29-Jährigen mit einem Zuwachs von 19,3 Prozent am stärksten. Absolut am meisten betroffen sind jedoch die 30- bis 44-Jährigen.

Die durchschnittliche Bezugsdauer liegt nach wie vor bei rund neun Monaten. Die Arbeitslosenquote in Wien 2015 bei 13,5 Prozent - und war damit so hoch wie nirgendwo sonst in Österreich. 2014 lag sie noch bei 11,6 Prozent.

Apropos "wer Arbeit will, bekommt auch welche": Laut AMS-Daten gibt es "in Wien auf eine Stelle, für die es keine Qualifikation braucht, 44 unqualifizierte Personen, die sich bewerben.“

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