Gehrer Liese = Bildungskrise

Tuesday, 15. February 2005 @ 00:22

Stellungnahme von KPÖ-Wien Stadtleitungsmitglied Martin Just zum 14. Februar 2004, laut SP-Bildungssprecher Josef Broukal ein Tag, der ein "neues Kapitel in der Schulgeschichte" aufgeschlagen hat. Das kann schon stimmen, es ist aber davon auszugehen, dass dieses Kapitel wieder einmal unter die Kategorie "man kann gar nicht so viel fressen, als man kotzen möchte" fällt. Inkompetenz hat einen Namen: Elisabeth Gehrer. Und hierbei kann mensch getrost vom Theater um die 2/3 Mehrheit rund um Schulgesetze absehen. Was es bedeutet, wenn Lisi absolute Narrenfreiheit hat, kann sich sowieso jedeR selbst ausmalen.
Doch davon soll hier keine Rede sein. Denn, auch sehr "spannend" gestaltet sich die Thematik rund um die"Gesamtschule". Berge kreisen und Mäuschen werden geboren, so das Credo der schwarz-blauen ReGIERung. Aus Gesamtschule" wird dann freiwillige Nachmittagsbetreuung oder doch eine Ganztagsschule, schulautonome budgetäre Engpässe inklusive. Mittelfristig und kostenpflichtig versteht sich auch fast schon von selbst. Gehrer Liesl argumentiert, dass in Finnland die nachschulische Betreuung doch auch Geld koste. Natürlich, Lisi, aber erst ab 17:00. Das hat Lisi aber so nicht gesagt, denn von einer Ganztagsschule ist ja keine Rede mehr, oder doch, autonomer geht's fast nicht mehr.
Und wenn eine Bildungsdebatte schon für sonst nichts gut ist, eines schafft die Schüssel'sche Regierungsmannschaft immer noch: den Rassismus zu fördern. Schüssel geht anscheinend davon aus, dass Kinder per se Dummköpfe sind wenn sie nicht mit deutsch als Muttersprache aufgewachsen sind. Ihm wäre zu raten, sich einmal damit auseinander zu setzten, wie hoch die Lernfähigkeit bei sechsjährigen Kindern ist. Tja, und die Mütter nicht vergessen, auch sie sollen auch gleich die Schulbank drücken. Per Zwang, wie Hubert Gorbach fohlockt. Zweisprachig aufzuwachsen kann mensch von Schüssel und Gorbach ja nicht mehr verlangen, da ist's schon zu spät. Schade, kann sein, dass wir uns einiges erspart hätten.
Und was gibt's sonst noch? Die Opposition frohlockt auch und freut sich, dass bei einem Regierungswechsel ohne 2/3 Mehrheit das Schulsystem wieder umgebaut werden kann. Das die Schulgeldfrage und einiges mehr gleich mitkippt, hm, das hat rosa-grün doch glatt übersehen. Ansonsten gibt's wieder einmal nichts als ein Schweigen der Lemminge von der parlamentarischen Opposition.
Jaja, ein ereignisreicher Tag, dieser 14. Februar 2005 und auch ein "neues Kapitel in der Schulgeschichte". Ich glaube aber, dass das der SP-Bildungssprecher Broukal ganz anders gemeint hat, als wie ich seinen Dolmsager verstehe...


KPÖ Wien
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