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Donaustadt: Neue Bezirksvorsteherin - neue Autobahn durch den Bezirk?

Im Zeichen der personellen Änderungen standen die beiden letzten Bezirksvertretungssitzungen. Nach dem Ableben von Bezirksvorsteher Effenberg standen die Neuwahl und Angelobung der neuen Bezirksvorsteherin Renate Winklbauer und ihre Vorstellungen für die Donaustadt auf dem Programm.

22 Punkte für die Donaustadt hatten sie und ihr, ebenfalls neu gewählter, Stellvertreter Ernst Nevrivy der Öffentlichkeit zur Diskussion gestellt. Dabei hatte sich Frau Renate Winkelbauer noch vehement für die Innenvariante der B1 durch unseren Bezirk ausgesprochen und wurde nur wenige Tage später durch den Bürgermeister widerlegt.




In den Verhandlungen zwischen Verkehrsministerium und Stadt Wien hat man sich ja dann auf eine Umfahrung entlang der Stadtgrenze bei Großenzersdorf geeinigt.

Die FPÖ- Donaustadt (oder was von dieser Partei als Rest noch übrig bleibt) und sogar ihr inzwischen neuer Bundesparteiobmann HCStrache - der in der Sache nie aktiv war - feiern sich nun als "Verhinderer der von SPÖ und ÖVP geplanten Bezirksdurchfahrung und Sieger über die Betonierer". Dass sie den berechtigten Protest parteipolitisch vereinnahmen wollen, wurmt mit Recht viele in dieser Frage aktive Donaustädterinnen und Donaustädter. Noch dazu wo für die FPÖ, die die von parteiunabhängigen Bürgerinitiativen geleistete Tätigkeit bestenfalls nur mehr in einem Nebensatz vorkommt.

Die geplante Bezirksdurchfahrung scheint verhindert, aber gleichzeitig wird eine neue durch den Bezirk führende Autobahn geplant.

Sie könne mit dem erzielten Kompromiss leben, so unsere neue Bezirksvorsteherin bei der letzten Sitzung unseres Bezirksparlaments, weil eine hochrangige Aufschließung des Stadtentwicklungsgebietes - Flugfeld Aspern auch bei der jetzt bevorzugten Außenvariante gesichert werde. Neuerdings muss, wie auch die jüngst von der ASFINAG im Bezirk präsentierten Pläne belegen, die von der S 1 zur S 2 entlang der Schnellbahn S 80 geplante B3d (Verlängerung A 23) dafür herhalten.

Bis zum Jahr 2020 wird seitens der ASFINAG für die neue B3d eine tägliche Verkehrsbelastung von bis über 26 000 KFZ prognostiziert. Ein von den Grünen in der Bezirksvertretung gemachter Kompromissvorschlag, die B3d nur als eine 2- spurige Entlastungsstraße der Ortskerne Aspern, Hirschstetten Essling zu planen scheint mit dieser Planung endgültig obsolet geworden. Eine neue Autobahn durch den Bezirk droht!

Johann Höllisch
Kommunalsprecher der KPÖ-Donaustadt
hoellisch AT kpoe.at +43 676 69 69 001

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