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Bernhard Walpen: Die offenen Feinde und ihre Gesellschaft.

Eine hegemonietheoretische Studie zur Mont Pèlerin Society.
VSA-Verlag 2004. ISBN 3-89965-097-2. 493 Seiten.

Walpens Buch, mit dem Titel, der nicht nur zufällig an Poppers Buch "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde" erinnert, beschäftigt sich mit der noch wenig bekannten Mont Pèlerin Society (MPS), die eins der wesentlichsten Netzwerke von neoliberalen Think-Tanks darstellt. Mit der Geschichte der MPS wird auch eine detaillierte Genealogie des Neoliberalismus gezeichnet. Von einem kleinem Häuflein rund um Walter Lippmann in den 30er Jahren und die Gründung der MPS durch Karl Friedrich Hayek 1947, über die Unterstützung der Pinochet Diktatur durch die Neoliberalen bis zur Gegenwart spannt sich die Analyse. Walpen analysiert dabei vom Blickwinkel Antonio Gramscis Hegemonietheoretischer Überlegungen aus. Ein Gesichtspunkt der bei vielen MarxistInnen, die sich mit einfachen "Basis" und "Überbau" Argumenten begnügen, auch heute noch zu kurz kommt. Weiters besticht das Buch durch eine enorme Fülle an gut recherchierten Fakten.
In jedem Falle ein sehr empfehlenswertes Werk.

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