André Gorz: Wissen, Wert und Kapital.

Wednesday, 3. August 2005 @ 15:26

Zur Kritik der Wissensökonomie.
ISBN: 3-85869-282-4
Rotpunktverlag, August 2004, 133 Seiten

Aus dem Klappentext: "Wissen ist keine ordinäre Ware. Es eignet sich nicht dazu, als Privateigentum behandelt zu werden. Seine Inhaber verlieren es nicht, wenn sie es weitergeben; je weiter es verbreitet ist, umso reicher ist die Gesellschaft. Es verlangt geradezu, als Gemeingut behandelt und von vorneherein als Resultat gesamtgesellschaftlicher Arbeit betrachtet zu werden. [..]"

Gorz analysiert viele der wesentliche Aspekte der Wissensgesellschaft: Die Unfähigkeit des Kapitalismus mit der neuen Form der immateriellen Arbeit umzugehen, die Notwendigkeit Wissen und Information künstlich zu verknappen um sie im Kapitalismus als Ware handeln zu können. Gorz skizziert dann aber auch im Kapitel "Auf dem Weg zum Wissenskommunismus" Alternativen zum in der Krise steckenden Wissenskapitalismus.

Insgesamt ein extrem empfehlenswertes Buch, auch wenn das letzte Kapitel stark hinter die Qualität des restlichen Werkes zurückfällt. Dort wird etwas zu maschinenstürmerisch argumentiert.

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KPÖ Wien
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