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Abgesagt: Protestkundgebung gegen den Verkauf der Post

VeranstaltungenAbgesagt: Die Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten veranstaltet eine Protestkundgebung und stellt Kampfmaßnahmen in den Raum:
NEIN ZUM BÖRSEGANG DER POST!
9. September 2005, 8.00 Uhr vor der ÖIAG-Zentrale, Dresdnerstrasse 87, 1200 Wien

aus der APA-Aussendung der GPF von heute:
"Solange mit der Belegschaftsvertretung konstruktive Gespräche stattfinden gibt es von einer verantwortungsvollen Gewerkschaft keine Kampfmaßnahmen".

Der GLB meint dazu:

Das Verhalten der Führung der Postgewerkschaft ist ein Skandal. Auch wenn am Freitag kein Beschluß zum Gang an die Börse in der ÖIAG gefällt wird, wäre es höchst an der Zeit gewesen, die Kundgebung, zu der ja bereits mobilisiert wurde, durchzuführen. Wobei die Führung der Postgewerkschaft, namentlich der Vorsitzende Gerhard Fritz, sich gar nicht prinzipiell gegen den Gang an die Börse aussprechen - nur soll dieser nicht 2006, sondern frühestens 2007 erfolgen (Quelle: APA). Da war es allerdings ohnehin ein Widerspruch, bei der Mobilisierung für Freitag "alle Österreicherinnen und Österreicher einzuladen, ihr Eigentum bei der Kundgebung zu verteidigen" (Quelle: ebenfalls APA)


Ursprünglicher Aufruftext Bei der am 31.8.2005 in der ÖIAG abgehaltenen Besprechung mit den ÖIAG-Verantwortlichen wurde der weitere Fahrplan in Bezug auf den Börsegang der Post mitgeteilt: Am 9.9.2005 will die ÖIAG in der Aufsichtsratssitzung einen Antrag an die Bundesregierung beschliessen, mit dem die Bundesregierung ersucht wird, den Privatisierungsauftrag so abzuändern, dass ein Börsegang der Post ermöglicht wird. Fuer 20.9.2005 ist geplant, dass der Ministerrat dann diese Abänderung des Privatisierungsauftrages tatsächlich beschliesst.

Es ist daher am 9.9.2005 notwendig, ein deutliches Zeichen der Ablehnung des Börseganges zu geben. Die Post als wichtiger Dienstleister für die Bevölkerung und Partner für die Wirtschaft darf nicht dem Kapitalmarkt geopfert werden. Mit dem geplanten Verkauf steht die weitere Verschleuderung von Volksvermögen und Verschlechterung der Qualität der Postdienste, weitere Postamtsschließungen und damit ein massiver Verlust von Arbeitsplätzen bevor. Die österreichische Post ist ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen, das dem Staat ordentliche Gewinne abliefert und tausenden Menschen sichere Arbeitsplätze bietet. Damit das so bleibt, müssen die Privatisierungspläne gestoppt werden!

Die GPF (Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten) ruft daher zu einer Kundgebung gegen den geplanten Börsegang vor der ÖIAG-Zentrale auf:

Aus dem Positionspapier der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten

NEIN ZUM BÖRSEGANG !
Bei einem Börsegang 2006 droht ein Absturz der Aktien, weil das neue Postgesetz

  • die Marktsituation der Post deutlich verschlechtert (Umsatzbedrohung mind. 200 Millionen Euro pro Jahr)
  • die Mitbewerber bevorzugt
  • die Qualität der Postdienste gefährdet
  • in naher Zukunft nochmals verschärft werden soll (StS Mainoni; 22.8. DiePresse)
  • das von Investoren geforderte Wachstum des Unternehmens nicht zulässt.
Drohender Verlust von Marktanteilen durch:
  • die vorzeitige Marktöffnung des Info.Post Bereiches (auch unter 50 Gramm)
  • die Marktöffnung für alle Briefsendungen bis 50 Gramm
  • Öffnung der HBFA (Hausbrieffachanlage)
  • fehlende umsetzbare Gegenstrategien (Wachstumsgeschichte), Ideen sind da zu wenig
Auswirkungen fuer die MitarbeiterInnen und die Bevölkerung
  • Massiver Verlust von Arbeitsplätzen
  • Verkauf von Firmenanteilen
  • Gefährdung der postalischen Versorgung im ländlichen Gebiet
  • Drohung weiterer Postamtsschliessungen
  • Auslagerung von Tätigkeiten an "Billigarbeitskräfte"

Die GPF fordert daher, den Börsegang zu stoppen. Sollte die Bundesregierung am 6.9.2005 und die ÖIAG am 9.9.2005 den Börsegang der Post beschliessen,sind seitens der GPF Kampfmassnahmen nicht auszuschliessen. Die Post darf nicht am Kapitalmarkt geopfert werden. (GPF via proSV/gek.)

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