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Fluglärm in der Donaustadt

“Nachtflüge begrenzt”, Flughafen- “Wachstum begrenzt”, Unterstützung betroffener Gemeinden durch einen “Fonds fiir Umwelt” - das sind die Erfolge die nach 5 Jahren Mediation fiir die Betroffenen auf dem Tisch liegen. Doch nichts davon betrifft: Essling!

Ganz im Gegenteil: Die Nachtüberflüge werden nicht eingeschränkt. Bei entsprechender Wetterlage hat Essling sogar alle Nachtflüge des ganzen Stadtgebiets zu “schlucken” und das während etwa einem Drittel des Jahres. Genau so wenig wird es Lärmschutzfenster oder finanzielle Unterstützung bei eventueller Absiedelung geben.

Noch 2004 hatten die Esslinger SiederInnen ihre Unterschrift unter dem ersten Teilvertrag verweigert. Bis heute hat sich an den damaligen Vertragsinhalten nichts geändert. Trotzdem unterschrieben die Vertreter der Betroffenen nun mehr das Endprodukt der Mediation, nur mit der Einschränkung, dass weiterhin die Forderung nach einem “Nachtflugverbot” fiir Essling aufrecht bleibt.

Worauf stützen sich noch existierende “Hoffnungen’’ der Fluglärmopfer auf Verbesserung ihrer Lage? Es soll drei Institutionen geben, die nicht nur die Verwirklichung der Vertragsinhalte überwachen, sondern auch Streitfälle behandeln sollen. So haben sich die Bürgerinitiativen und Siedervereine zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, um ihre Interessen gemeinsam zu vertreten. Dies soll vor allem im “Dialogforum Flughafen Wien” geschehen, wo alle anstehehenden Probleme diskutiert werden können. Auftretende Streitfälle behandelt dann das “Schiedgericht” Das sich aus vier VertreterInnen der größten Interessensgruppen zusammensetzt.

Der “Siedlerverein Essling” ist mit einem Vertreter sowohl in der “Arbeitsgemeinschaft” als auch im “Dialogforum” beteiligt.

Und die Zukunft?

Die Haupthoffnung der Esslinger stützt sich aber auf das sogenannte “curved approach” Landeverfahren. So wurde ihnen versprochen, dass nach dem Bau der Dritten Piste diese nur auf jene Weise – einem “kurvigen Annähern” – angeflogen wird, wodurch Essling gänzlich von Überflügen und vom Fluglärm befreit sein soll. Dieses Verfahren ist zwar noch im Entwicklungsstadium, soll aber bis zum Bauabschluss, zwischen 2008 und 2010, soweit sein, dass es auch für Wien zum Einsatz kommen kann. Ein schwacher Lichtstrahl am Ende des (Fluglärm)-Tunnels!

PS: Von der ach so bürgerfreundlichen und nunmehr wahlwerbenden SP war in dem vergangenen Mediationsverfrahren praktisch nichts zu bemerken. Gemeine- wie Bezirksvertreter ließen die DonaustädterInnen wieder einmal im Regen stehen.

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