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7 Jahre „Schule-Schwarz“ sind genug!

BildungUnabhängige GewerkschafterInnen und Österreichische LehrerInneninitiative (ÖLI-UG) zur schwarzen Plattform „Schule-bunt“ OTS0043-2007-04-29/13:50)

Wir Unabhängige GewerkschafterInnen der ÖLI-UG sehen in der von der Vorsitzenden der AHS-Gewerkschaft ohne gewerkschaftliche Beratung und Beschlussfassung initiierten Plattform "Schule-Bunt" eine parteipolitische motivierte Aktionsgemeinschaft „Schule-Schwarz“.

"Wir wollen auch weiterhin ein vielfältiges Schulsystem, das die Begabungen der Schülerinnen und Schüler individuell fördert", beteuert unsere AHS-Gewerkschaftsvorsitzende Eva Scholik. Das wollen auch wir Unabhängigen GewerkschafterInnen in den LehrerInnengewerkschaften AHS, APS (Pflichtschulen) und BMHS – für alle Kinder, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft. Damit diese bunte, fördernde Schule für alle Kinder und Jugendlichen Realität werden kann, braucht es den Abbau bestehender Bildungsschranken. Deshalb treten wir für eine grundlegende Schulreform in Österreich ein, die auch die Unterstufe der AHS mit ihren vielfältigen Problemen einbezieht. Auf einen Auftrag der Bundesleitung ihrer Gewerkschaft kann sich Kollegin Scholik nicht berufen, auch wenn ihr die FCG-ÖVP-Mehrheit in der Bundesleitung im Nachhinein zugestimmt hätte - sie hat die Bundesleitung erst für den 21. Mai einberufen.

ÖLI-UG gegen parteipolitisches Vereinnahmen von Interessensvertretungen und für Einbeziehung der Betroffenen in den Reformprozess

Nach dem Crash-Kurs der Gehrer-Jahre und trotz eines unverbindlichen Regierungsschulprogramms ist die Schulreformdiskussion in Gang gekommen. Sie passt der von Kollegin Scholik initiierten Plattform ebenso wenig wie eine vorurteilsfreie Beschreibung des Ist-Standes oder das Prüfen von Argumenten und Gegenargumenten. Ein innovativer Beitrag zur notwendigen Schulreform ist von „Schule-bunt“ nicht zu erwarten „Schule-schwarz“ - ÖVP, FCG, Schülerunion und katholischer Familienverbandes - will keine Teilnahme an der Reformdiskussion, sondern das Verhindern von Reform.

Die in den Medien geführte Gesamtschuldiskussion kommt unerwartet. Den mehr oder weniger durchdachte, verworren-verwirrenden Absichtserklärungen von LandespolitikerInnen, die in ihrem Bundesland Gesamtschulversuche starten wollen, stehen die Aussagen von Ministerin Schmied gegenüber, die auf gründliche Vorbereitung unter Einhaltung der bestehenden Schulgesetze setzt.

Das umsichtige Entwickeln und Umsetzen eines österreichischen Gesamtschulmodells mit differenziertem, individuellen Eingehen auf die SchülerInnen von heterogenen Klassen, das mit der Verlängerung der gemeinsamen Schulzeit von vier auf wenigstens acht Jahre auch die Integration von „AusländerInnen“ verbessert, wäre keine „Revolution": Es ist eine pädagogische und soziale Notwendigkeit, keine „Nivellierung nach unten“. Die Wahlfreiheit ist nicht in Gefahr, wenn am Ende der Schulpflicht die Wahlfreiheit für alle Kinder und Jugendlichen um ein Vielfaches erhöht wird.


Die Vorbereitungsarbeiten für Gesamtschulversuche haben noch nicht begonnen, die Einbeziehung der betroffenen SchulpartnerInnen und ihrer Vertretungen auf Bundes- wie auf Landesebene steht aus. Zur Aufwertung der PflichtschullehrerInnen durch vollwertige Universitätsausbildung wie zur Anhebung ihrer Gehälter auf AHS-Niveau gibt es nur vage Ankündigungen. Auch die Budgetierung von Schulreform ist noch kein Thema. Die Gründung einer parteipolitisch motivierten Plattform „Schule-bunt“ durch die AHS-Gewerkschaftsvorsitzende ist kein Beitrag zur Stärkung der gewerkschaftlichen Position der LehrerInnen im Reformprozess.


Eva Schmudermayer, AHS-Lehrerin, Vorsitzende der ÖLI-UG
Reinhart Sellner, Bundesleitung AHS und Mitglied der Bundeskonferenz der GÖD
Irmgard Bernhard, Bundesleitung Pflichtschule der GÖD
Josef Fuchsbauer, BMHS-Lehrer, Mitglied der Bundeskonferenz der GÖD

Rückfragen:
Reinhart Sellner, reinhart.sellner@blackbox.net - 4070985, Josef Fuchsbauer - 0664 9241580


Ps: Den von „Schule-schwarz“ an die Wand gemalten Run auf Privatschulen wird es dann geben, wenn ÖVP, FCG und – in der Person von Johann Fenz – der Katholische Familienverband in der Stimmungsmache gegen die Gesamtschule (als ihren Beitrag zur Reformdiskussion) Ängste von AHS-Eltern schüren, die sich den Umstieg auf Privatschulen leisten können.


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