KPÖ Wien
Webseite der KPÖ Wien

Irma Trksak: Wir waren nur Nummern

Wie jedes Jahr hatten sich auch heuer wieder ältere und jüngere AntifaschistInnen bei der Grete Jost Gedenktafel in der Baumgasse eingefunden, um des Kampfes gegen Austro- und Nazifaschismus zu gedenken. Ansprachen gab es dieses Jahr von Prof. Alfred Ströer (Sozialistische Freiheitskämpfer) und Irma Trksak, die das KZ Ravensbrück überlebte.

Sehr eindrucksvoll verlief die nachfolgende Diskussion im SPÖ-Sektionslokal im Wildganshof, wo Irma Trksak (geb. 1917 in Wien) über ihre Erlebnisse wie auch über ihre aktuelle antifaschistische Tätigkeit berichtete. Wegen Widerstandes in einer Gruppe Wiener TschechoslowakInnen wurde sie 1941 von der Gestapo verhaftet und ins Frauen KZ Ravensbrück deportiert. Ravensbrück war nach Auschwitz-Birkenau das größte Frauenlager im nationalsozialistischen KZ-System – rund 130.000 Frauen aus ganz Europa wurden nach Ravensbrück verschleppt.

Wir waren nur Nummern. In den Augen der NS-Schergen war unser Leben weniger wert als das eines Hundes. Die Erniedrigung der Inhaftierten - so Trksak - wurde systematisch und methodisch betrieben. Auch unter den inhaftierten Frauen iim Lager gab es "gute und böse Menschen". Vertrauen haben zu können und auf dieses Vertrauen bauen zu können, war sehr wichtig, ebenso die Tätigkeit von engagierten Blockältesten wie von Rosa Jochmann.

Jeden Sonntag, so Irma, habe man Pläne für die Zeit danach geschmiedet, denn "ohne Hoffnung wäre das Überleben nicht möglich gewesen".

1945 ist Trksak - übrigens gemeinsam mit Antonia Bruha - zu Fuß nach Wien zurück gekehrt. Seit Jahrzehnten ist sie nunmehr als Sekretärin der Lagergemeinschaft Ravensbrück und als Zeitzeugin unterwegs, um ihre politische Lebenserfahrung an die nächsten Generationen weiterzugeben. Über Leben und Wirken von Irma Trksak gibt es auch einen hervorragenden Film von Alenka Maly und Roland Freinschlag. Titel: Irmas Zeit (2007), 33 Minuten

Abgerundet wurde die Zusammenkunft durch Beiträge von Ulli Fuchs, die u.a. über ihr neues Projekt "Erinnern für die Zukunft” berichtete, Beiträge von Tina Leisch u.a. Vertreterinnen der "Lagergemeinschaft Ravensbrückerinnen und Freundinnen", durch eine Lesung von Gabriela Schmoll und durch widerständige Lieder vorgetragen und interpretiert von Ernst Toman.

Wien anders

Kontakt

Die KPÖ Wien ist eine Landesorganisation der KPÖ.
Kontaktadresse: wien@kpoe.at.
Telefon: +43 1 214 45 50
Fax: +43 1 214 45 50 9
Post: 1140 Wien, Drechslerg. 42

Infos zu Parteigruppen in Wien


Die KPÖ ist eine gesamtösterreichische, demokratische, feministische, internationalistische, auf freiwilliger Mitgliedschaft beruhende Partei.


Du willst Mitglied werden? Das freut uns sehr. Kontaktier uns ganz einfach per E-Mail.


Sie wollen spenden? Auch das freut uns. Unsere Daten: Emfänger: KPÖ-Wien, BAWAG-Konto, BIC: BAWAATWW; IBAN: AT151400003410665297


E-Mail Newsletter der KPÖ-Wien bestellen


Impressum

Mieterselbsthilfe - Eine KPÖ-Initiative

GLB - Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB

Beim Lesen dieses Newsfeeds trat ein Fehler auf (die Datei error.log enthält nähere Informationen).