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„Eure Körper werden im Fluß treiben“

Gewerkschaftliches Engagement ist vielerorts ein Todesurteil. Internationale Solidarität kann die Vollstreckung manchmal verhindern. Die gewerkschaftlich aktiven BananenarbeiterInnen in Guatemala haben diese Solidarität dringend notwendig.

Vor wenigen Wochen erschien in der Zeitung der KPÖ-Wien ein Artikel mit dem Titel Blutige Bananen. Eine Überschrift, die nach reißerischer Übertreibung klingt, die aber mit Blick auf Guatemala nur beschreibenden Charakter hat.

Im März 2008 wurde Miguel Ángel Ramírez Enríquez, ein Gründungsmitglied der Mitte 2007 neu gegründeten Gewerkschaft SITRABANSUR („Gewerkschaft der BananenarbeiterInnen des Süden“) von maskierten Männern ermordet. Wenige Tage vor seiner Ermordung berichtete er noch Verwandten, seitens der Betriebsleitung Geld für den Austritt aus der Gewerkschaft angeboten bekommen zu haben. Ein Angebot, das er ausschlug, obwohl das Angebot nichts anderes als eine Drohung war; eine Drohung wie sie von einem Manager des Bananenkonzerns gegenüber Mitgliedern der SITRABANSUR nicht direkter hätte formuliert werden können: „Wenn ihr den Konflikt nicht beendet“ – gemeint ist das Bemühen um einen Tarifvertrag – „werden eure Körper im Fluß treiben.“

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