Solche Sorgen wollen wir haben

Monday, 8. September 2008 @ 19:22

Das Leben wird für immer mehr Menschen stetig mühsamer, neben höheren Mieten werden durch die Teuerung die Preise für Grundnahrungsmittel immer mehr in die Höhe getrieben. Die Studiengebühren gibt es auch noch, das heißt wiederum, dass sich Menschen aus ärmeren Verhältnissen nicht mehr bzw. schwer höhere Bildung leisten können. Durch diese Umstände wird ein Großteil der Mittelschicht Richtung Armutsfalle getrieben und die wenig Verdiener immer mehr an selbige gebunden.
Dies sind jetzt in etwa die Sorgen, die einen normalen Durchschnittsösterreicher oder Österreicherin quälen. Als mehr als krassen Vergleich die Sorgen unseres Bundesheeres. Man fordert eine Erhöhung des Budgets um 100 bis 250 Millionen Euro. Die Begründung des Herren Eduard Paulus, er ist Präsident der Österreichischen Offiziersgesellschaft (ÖOG), lautet wie folgt:
Die Kernaussage von ihm war, wenn Österreich seine Militärausgaben nicht von 0,6 % auf über mindestens einen Prozent erhöht, so werde man die Auslandseinsätze des Bundesheeres radikal einschränken oder sie würden "in Wahrheit sogar eingestellt werden". Einer der teuersten Auslandseinsätze bei welchem sich das österreichische Bundesheer beteiligt, ist der Tschad Einsatz. Neben den Unsummen an Finanzen welche in die Versorgung der Soldaten dorthin fließt, ist auch die Neutralität der Österreicher in diesem Konflikt sehr fragwürdig. Denn immerhin steht der EUFOR - Einsatz unter französischer Führung. Und diese wiederum ist alles andere als unparteiisch, da sie einerseits neben den EUFOR Truppen reguläre Soldaten im Tschad haben und Waffen bzw. Munition an die Regierung des Tschads liefern sollen.

Ein ebenso großer „Budgetfresser“ beim Bundesheer ist der berühmt/berüchtigte Eurofighter. Alleine die Wartungskosten dieser völlig unnötigen Flieger belaufen sich auf rund 250 Mio. Euro. Und obwohl in der letzten Regierung die SPÖ saß („Sozialfighter statt Eurofighter“) kam es zu keiner Abbestellung dieser Flieger!

Die Forderungen des Herren Paulus wirken in Anbetracht der sozialen Lage von Tausenden Menschen in Österreich derart überflüssig, dass sich wohl erübrigt zu sagen, in welchen Bereichen es zu einer kräftigen Budgeterhöhung kommen sollte.
Zum Abschluss kann man da nur sagen, dass jeder Euro welcher in das österreichische Militär fließt ein Euro zu viel ist!

Fragen und Kontakt: ksi@kpoe.at




KPÖ Wien
http://wien.kpoe.at/article.php/20080908192219362