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Mehr Geld für die Entwicklungszusammenarbeit

Die AG Globale Verantwortung, eine Arbeitsgemeinschaft für Entwicklung und Humanitäre Hilfe, hat vor dem Hintergrund der drohenden Budgetkürzung im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit eine Email-Aktion gestartet.

Liebe Freundinnen und Freunde!

Finanzminister Pröll verhandelt diesen Freitag, 20. Februar 2009, das Budget für Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe mit Außenminister Spindelegger. Obwohl Österreich mehrfach versprochen hat, endlich mehr Geld für Armutsbekämpfung, Bildung, Gesundheit, Umweltschutz und Katastrophenhilfe in den ärmsten Ländern der Welt zur Verfügung zu stellen, droht das Budget dafür gekürzt zu werden!

Dabei ist die Zukunft der Menschen in den Entwicklungsländern gerade jetzt gefährdet. Denn die Auswirkungen der Wirtschaftskrise treffen sie besonders hart:

· Bisherige Erfolge in der Armutsbekämpfung werden zunichte gemacht: Die Zahl der Hungernden wird sich 2009 auf mehr als eine Milliarde Menschen erhöhen!

· Die Malaria-Impfkampagne der WHO musste eingestellt werden, weil die Industrienationen ihre freiwilligen Beiträge gestrichen haben – weltweit sterben weiterhin 1,5 bis 2,7 Millionen Menschen jährlich an der Krankheit!

· Die Kindersterblichkeit wird wieder steigen – 200.000 bis 400.000 Neugeborene mehr pro Jahr werden ihr zum Opfer fallen, insgesamt werden also zwischen 1,4 und 2,8 Millionen Säuglinge sterben!

TAKE ACTION NOW!

Unterstützen Sie die Menschen in den Entwicklungsländern! Schicken Sie ein Protest-E-Mail an Bundeskanzler Faymann, Finanzminister Pröll und Außenminister Spindelegger.

Einfach untenstehenden Text in ein E-Mail kopieren, mit dem eigenen Namen unterschreiben und an folgende Adressen schicken:

werner.faymann@bka.gv.at; josef.proell@bmf.gv.at; michael.spindelegger@bmeia.gv.at

cc: kampagne@globaleverantwortung.at; daniel.kapp@bmf.gv.at (Pressesprecher des Finanzministers)

Sehr geehrter Herr BundeskanzlerFaymann,
sehr geehrter HerrFinanzminister Pröll,
sehr geehrter HerrAußenminister Spindelegger!

Die aktuellen Krisen – Wirtschaftskrise, Klimawandel, Hungerkrise und Energiekrise – treffen Menschen in den Entwicklungsländern besonders hart und machen bisherige Fortschritte in der Armutsbekämpfung zunichte. Die Zahl der hungernden Menschen steigt anstatt zu sinken und nähert sich der Milliardengrenze. Die Weltbank schätzt, dass zusätzlich über 50 Mio. Menschen in die Armut abrutschen werden.

Österreich will mit seinem Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mehr globale Verantwortung übernehmen und zu Stabilität und Frieden auf der Welt beitragen. Dies geht nicht ohne soziale Gerechtigkeit. Ein wirtschaftlicher und sozialer Zusammenbruch der Entwicklungsländer wirkt sich auch auf Österreich aus.

Als siebtreichstes Land der Welt und fünftreichstes Land der EU darf Österreich gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise nicht auf die Ärmsten der Armen vergessen!

Im Namen von Solidarität, Menschlichkeit und auch politischer Pragmatik fordern wir Sie auf, die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe deutlich zu erhöhen – weil unsere Welt nicht an Österreichs Grenzen endet.

Hochachtungsvoll

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