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Wir retten ein System!

Die Anthologie zum Linken Wort am VolksstimmeFest 2009 ist erschienen. 25 AutorInnen schreiben darin über eine Krise bzw. gegen eine Krise an, die offen zu Tage getreten ist und Karlheinz Kopf (Klubchef, ÖVP) zu der titelgebenden Aussage bewegte: „Liebe Leute, wir retten ein System, auch in Eurem Interesse“.

Wir retten ein System. Linkes Wort am Volksstimmefest 2009
Globus Verlag
ISBN 978-3-9502669-2-4
140 Seiten

Bestellungen unter office@linkes-wort.at

Aus dem Vorwort:
Lange haben wir nachgedacht. Das Thema ist zu groß für ein kleines Buch wie dieses. Fünfundzwanzig Autorinnen und Autoren schreiben über eine Krise, schreiben gegen eine Krise oder schreiben sich um eine Krise herum, die schon offen zu Tage getreten ist, als wir uns noch mit dem Vorwort zur vorhergehenden Anthologie des "Linken Worts" befasst haben. Das war im Jahr 2008.

Welche vielfältigen literarischen Ansätze zur Wirtschaftskrise möglich sind, zeigen die in dieser Anthologie veröffentlichten Texte: Die literarische Herausforderung ist gelungen, in Lyrik und Prosa, in Utopien und Dystopien, im Ernst und in der Satire, in wütenden Tiraden und stillen Reflexionen. Die Literatur alleine rettet kein System, sie ist auch nicht die Rettung vor einem System. Die Literatur aber lässt die Verhältnisse in anderem Licht erscheinen, erhellt deren Schattenseiten und hinterfragt den oberflächlichen Glanz des allzu Selbstverständlichen. Der Lack ist ab von den Fassaden des kapitalistischen Realismus und seinen PR-Agenturen. Wo aber die Brüche offensichtlich werden, hakt die Literatur sich fest, bohrt in der Sprache und in der Evidenz des Faktischen. Das Resultat ist unberechenbar. Rette sich, wer kann!

Sich sein eigenes Geld malen ist keine Rettung, aber ein kreativer Versuch, eine Alternative zum herrschenden Finanz- und Geldsystem herzustellen. Seit über 10 Jahren legen Künstlerinnen und Künstler in der „Bank of International Money”, kurz BIAM, im wahrsten Sinne des Wortes Kunstgeld auf (www.art-money.org). Diese Geldscheine, die von immer mehr Firmen, Galerien und Privatpersonen als Zahlungsmittel akzeptiert werden, heben sich durch die vielfältige Farb- und Formensprache wohltuend von der „Ornamentik der Banknoten”, die, wie Walter Benjamin feststellte, an Heiligenbilder erinnert, ab. Das zeigt auch der artmoney-Geldschein der dänischen Künstlerin Meiken Rasmussen, der als Titelgrafik für die vorliegende Anthologie ausgewählt wurde.

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Mit Beiträgen von: Christoph Aistleitner, Eugen Bartmer, Manfred Bauer, Lidio Mosca Bustamante, Friederikeinheim, Gerald Grassl, Florian Haderer, Elfriede Haslehner, Josef Haslinger, Philip Hautmann, Max Höfler, Eva Jancak, Martin Just, Eugenie Kain, Ursula Knoll, Dario Lagger, Hilde Langthaler, Güni Noggler, Helmut Rizy, Lale Rodgarkia-Dara, Stefan Schmitzer, Hilde Schmölzer, Christian Schreibmüller, Rolf Schwendter, Irina Valtscheva.

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