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Zahlen, Hetze und politisches Kalkül

EuropaDen "faulen und korrupten Griechen, die über ihre Verhältnisse gelebt haben", zahlen wir keinen Cent - so das Credo heimischer Boulevard-Medien und rechter Politiker.

Über die Macht von Rating-Agenturen und deren Interessen wird nicht gesprochen. Dass Staaten seit eh und je mehr oder weniger hohe Schulden haben, bleibt meist unerwähnt. Und selten gesprochen wird auch über die Frage, wer an den "Staatsschulden" verdient und aufgrund welcher politischer Entscheidungen es zur Finanz- und Wirtschaftskrise kommen konnte.

Budgetdefizite und die Staatsverschuldung werden als "das Übel allen Übels" ausgemacht. Warum aber Griechenland vor dem Staatsbankrott stehen soll, obwohl die Staatsverschuldung doch in vielen anderen Staaten ähnlich hoch ist, bleibt unklar.

Dient die Hetze gegen die griechische Bevölkerung gar nur dazu der griechischen Regierung (die von EU und IWF erpresst wird) die Legitimation zu geben, die Proteste im Notfall niederknüppeln zu dürfen, ohne dass dies die Menschen in Rest-Europa besonders stört?

In den Medien wird schon darüber spekuliert, welches Land als nächstes vor den Ratingagenturen und Finanz-Haien im Staub zu kriechen hat. Klar ist - auch an Österreich wird die neue Offensive des Kapitals nicht spurlos vorüber gehen. Die Vorbereitungen in Medien und Ministerien laufen bereits auf Hochtouren.

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