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Fast 100.000 sind in Wien weiterhin ohne Erwerbsarbeit

Erstmals seit November 2008 verzeichnet das AMS Wien ein leichtes Sinken der Arbeitslosenzahlen: Ende Juni waren 69.082 Personen in Wien als "Arbeit suchend" gemeldet - dies entspricht einem Rückgäng von 0,8 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr. Im bundesweiten Durchschnitt sank die Arbeitslosigkeit um 7,3 Prozent.

KPÖ-Landessprecher Zach bezeichnet die Entwicklung als erfreulich. Als stabil und robust erachtet er die Situation aber nicht. Zach wundert sich, dass die zuständige Stadträtin Brauner gar von "erfolgreichen Maßnahmen im Kampf gegen die Arbeitslosgkeit" spricht, denn fast 100.000 sind ohne Arbeit, weil ja die rund 25.000 Menschen, die sich in Schulungen befinden, ebenfalls mitbedacht werden müssen.

"JedeR Arbeitslose ist einE ArbeitsloseR zu viel" erinnert Zach an einen Ausspruch von Bruno Kreisky.

Zach plädiert für eine ernsthafte Debatte über eine radikale Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn, was aufgrund der Produktivitätsentwicklung der letzten Jahren problemlos möglich wäre. Und notwendig ist, so Zach, "dass die Netto-Ersatzrate für Erwerbsarbeitslose, die mit 55 Prozent eine der niedrigsten in der ganzen EU ist, auf zumindest den EU-Durchschnitt von 70 Prozent erhöht wird, damit die Betroffenen nicht automatisch in die Armut abrutschen."

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