Wo is Häupl eigentlich ang'rennt?

Saturday, 9. October 2010 @ 15:30

Bundeskanzler Faymann erklärte kürzlich im ORF-Sommergespräch: "Die Stärke unseres Landes ist es, dass Reich und Arm nicht weiter auseinander klaffen".

Zum Wahlkampfabschluss hat nun auch Bürgermeister Häupl seine Realitätsverbundenheit einmal mehr unter Beweis gestellt: "Der Weg, den wir gehen ist der Weg der Prosperität, des Wohlstands und der sozialen Gerechtigkeit", betonte am Freitag der Wiener SPÖ-Spitzenkandidat, Bürgermeister Michael Häupl.

Didi Zach, Spitzenkandidat der KPÖ-Wien: "Die aktuellen Daten zur Einkommens- und Vermögensverteilung der AK-Oberösterreich (Stand: Sept. 2010) bestätigen einmal mehr, dass Bundeskanzler Faymann und Bürgermeister Häupl absoluten Bullshit von sich geben, denn Tatsache ist, dass 1 Prozent der österreichischen Bevölkerung über ein Drittel des gesamten Vermögens verfügt, 10 Prozent über mehr als zwei Drittel des gesamten Vermögens verfügen. Von `Geht´s der Wirtschaft gut, geht´s uns allen gut´ kann keine Rede sein."

Ps.: 2007 mussten in Wien rund 330.000 Menschen - trotz Erwerbstätigkeit - mit einem maximalen Jahres- Brutto-Einkommen von 20.000 Euro ihr Auslangen finden, rund 250.000 Menschen verfügen gar über weniger als 15.000 Euro Jahres- Brutto. Nach Zahlung der Sozialversicherungsabgaben, der Lohnsteuer und der monatlichen Fixkosten ist damit das frei verfügbare Monatseinkommen quasi gleich null. Und rund 200.000 PensionistInnen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben, mussten ebenfalls mit rund maximal 20.000 Euro brutto im Jahr auskommen.

Zugleich konnten sich 19.441 Personen in Wien über ein Jahresbruttoeinkommen von 100.000 Euro und mehr erfreuen.

Zum Thema siehe auch SPÖ-Wahlpropaganda und die Realität


KPÖ Wien
http://wien.kpoe.at/article.php/20101007153003182