Häupl/Wehsely: Bildung und Qualifizierung sind die besten Mittel gegen Armut

Thursday, 24. February 2011 @ 11:03

so Michael Häupl und Sozialstadträtin Wehsely in einer aktuellen OTS-Meldung - eine Studie, so Häupl und Brauner, würde diese Aussage bestätigen.

KPÖ-Landessprecher Didi Zach: "Wenn die Zahl der "Working Poor" - von Personen, die trotz Erwerbsarbeit über ein Einkommen unterhalb der Armutsgrenze verfügen - bei 241.000 Personen in ganz Österreich liegt, wenn 117.000 Personen trotz ganzjähriger Vollerwerbstätigkeit armutsgefährdet sind und wenn über 60.000 Menschen mit Matura und/oder Universitätsabschluss armutsgefährdet sind, dann zeigt dies aber sehr eindrucksvoll, dass die Argumentation von Häupl und Wehsely so ganz sicher nicht stimmt."

Um Armut gegenzusteuern braucht es einen gesetzlichen Mindestlohn von zehn Euro netto pro Stunde und eine Verteilung der Lohnarbeit auf mehr Menschen durch Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich.

Zur Erhöhung der Mindestsicherung von Kindern auf 203 Euro ab März, was von der Wiener SPÖ-Führung als "absoluter Spitzenwert" bejubelt wird, sagt Zach: "Die Anhebung der Mindestsicherung für Kinder um 69,- Euro pro Monat ist löblich. Tatsache ist aber, dass die Mindestsicherung mit 744,- Euro pro Monat weit unter der Armutsgrenze liegt. Und Tatsache ist auch, dass SPÖ und Grüne Spielräume, die es gibt - laut Sozialministerium können die Ländern autonom die Höhe sowie Anzahl der Auszahlungen festlegen - , nicht nutzen, obwohl einst selbst SPÖ und Grüne die 14x-ige Auszahlung der Mindestsicherung gefordert haben."


KPÖ Wien
http://wien.kpoe.at/article.php/20110223110302919