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Haben Häupl und Brauner 1 Milliarde Euro verzockt?

Wien-PolitikLaut der "Kronen Zeitung" (Samstagausgabe) soll die AVZ Stiftung, in der Anteile an der italienischen Bank-Austria-Mutter UniCredit geparkt sind, in den vergangenen Jahren massive Verluste verbucht haben. Von einst 1,7 Mrd. Euro seien noch 190 Mio. übrig.

Aber der Reihe nach: 2001 verkaufte die Gemeinde die Anteile für die BA-CA und erhielt 1,7 Milliarden Euro. Die "Anteilsverwaltung Zentralsparkasse" (AVZ) sollte das Geld vermehren und mit Überschüssen den Technologie-Fonds fördern. Warum überhaupt eine private Stiftung Geld der Öffentlichkeit – unkontrolliert von allen Rathaus-Instanzen - verwaltet, war schon 2001 unklar.



Dass die AVZ mehr als eine Milliarde Euro an öffentlichen Geldern quasi verzockt bzw. verloren hat, wird von der Stiftung nicht klar dementiert. Auf die Frage, ob er denn gegen Medien, die davon berichten, rechtliche Schritte einleiten wolle, sagt AVZ- Geschäftsführer Alexander Wolfgring: "Das sind doch nur Hochrechnungen. Wir haben auch andere Beteiligungen, nicht nur an der Unicredit." Und: "Der Auftrag, den Technologie- Fonds zu finanzieren, wurde erfüllt." Zahlen will er jedoch nicht auf den Tisch legen: Die Stiftung sei ja "privat".

Eine Sprecherin von Finanzstadträtin Brauner lässt übrigens ausrichten, dass das Finanzressort der Stadt "mit der Stiftung nichts zu tun" hat.

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