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Wessen Welt ist die Welt?

Man ist es, in Zeiten wie diesen, ja durchaus schon gewöhnt Großteils schlechte Nachrichten in der Zeitung zu lesen. Also waren meine Erwartungen was das betrifft auch nicht gerade hoch, als ich heute Früh einige der heimischen Blätter studierte. Doch was da beispielsweise die “ Presse“ als einen der Hauptartikel anführte ist wieder einmal ein Zeichen wie schlecht es um unsere Welt steht…

Denn gut lesbar prangt hier der Satz „Ratingagentur treibt Regierung an: Sparen bei Pensionen“. Ich muss gestehen, dass ich schon allein die Überschrift zwei Mal lesen musste um mich zu vergewissern den Sinn auch richtig erfasst zu haben. Um mich besser verstehen zu können, hier eine kleine Zusammenfassung des Artikels: Die amerikanische Ratingagentur Moody’s fordert von der Republik Österreich drastische Einsparungen in, vor allem, sozialen Bereichen des Staates. Auch wird gewünscht das Pensionsantrittsalter deutlich zu erhöhen. Doch damit sei es noch nicht getan, immerhin erwartet die Ratingagentur auch, dass die derzeit wild umstrittene Schuldenbremse mit Zustimmung der Opposition in die Verfassung aufgenommen wird!

Die großzügige Entlohnung, welche Österreich von der US-amerikanischen Ratingagentur im Gegenzug dafür erhalten würde, wäre eine „erhöhte Kreditwürdigkeit“ und ein Verbleib bei der derzeitigen „AAA“ Bewertung. – Na das ist doch was!

Natürlich ist es eine erschreckende Nachricht, wenn ein privates Unternehmen einer (demokratisch gewählten!) Regierung vorschreibt was sie zu tun hat um für Unternehmer und Spekulanten möglichst attraktiv und vor allem „gewinnbringend“ zu sein. Aber anderseits muss man auch bedenken, dass dies keineswegs etwas Neues ist. Schließlich scheiterten ja schon in der Vergangenheit diverse wirtschaftliche Aktionen –welche rund 99% des Volkes nicht betreffen bzw. positiv betreffen würden – an dem Argument, dass damit der „Standort Österreich“ gefährdet werden würde und unser Land, dann im Wettbewerb mit dem Rest der Welt untergehen würde.

Um wie viel größer in unseren Zeiten die Macht des Kapitals im Vergleich zu der des Volkes bzw. derer politischen Vertreter ist zeigt sich jeden Tag aufs Neue am Beispiel Griechenlands: Die politischen Machthaber sind dort de facto Marionetten von internationalen Spekulanten, amerikanischen Börsen, des IWFs,… und müssen deren menschenfeindlichen (aber Hauptsache: wirtschaftsfördernden! ) Vorlagen erfüllen. Genauere sehr interessante Zahlen und Fakten zu Griechenland gibt’s im Artikel „Die faulen Griechen: Mythen und die Realität“ (http://wien.kpoe.at/news/article.php/2011112111035824)

Dies alles sollte einen halbwegs reflektierenden Menschen erheblichen Grund zur Sorge bereiten und eigentlich zur Überzeugung führen, dass dieses System nicht nur krank ist oder kränkelt (wie es so mancher reaktionäre Politiker im Laufe der Wirtschaftskrise immer wieder so nett zu erklären versucht), sondern, dass dieses System schlicht und ergreifend eine Krankheit ist gegen die man sich wehren muss!

Schon Karl Marx sagte schließlich: „Die Wirtschaft muss dem Menschen dienen und nicht der Mensch der Wirtschaft!“

(Bernhard Gaishofer)
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