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Der Kapitalismus und seine Resultate

Die Hilfsorganisation Oxfam hat gestern ihren neuesten "Reichtumsbericht" veröffentlicht. Laut Oxfam besitzt "das reichste Prozent der Weltbevölkerung mehr Vermögen als der Rest zusammen".

Ein paar Zahlen, die eigentlich für all jene, die sinnerfassend Lesen können, verdeutlichen müssten, dass nicht einige hunderttausend Menschen, die vor Krieg und Verfolgung flüchten, das Problem sind, sondern die Steuerflüchtlinge, die Bundeskanzler Kurz, der kürzlich in Trump Manier die "Hetze gegen Reiche" beklagte, und auch FPÖ-Vizekanzler Strache als Bodyguards der Superreichen verteidigen.

Gab es vor 30 Jahren weltweit noch 140 Milliardäre (mit einem Gesamtvermögen von 295 Milliarden Dollar), so besitzen im Jahr 2017 rund 2.000 Milliardäre insgesamt 7,7 Billionen Dollar.

Einen Grund für dieses Ungleichgewicht sieht Oxfam in der „Steuervermeidung von Konzernen und Superreichen“ - mittels „Steuertricks" entgehen den Gesellschaften rund 200 Milliarden Dollar pro Jahr. Insbesondere den Entwicklungsländern gehen enorme Summen verloren - Oxfam schätzt den Entfall der Steuereinnahmen von Entwicklungsländern auf mindestens 170 Mrd. Dollar pro Jahr.

Beachtlich auch die Oxfam Aussagen, dass das derzeitige Wirtschaftssystem „auf der konsequenten Ausbeutung von Frauen“ basiert, da diese „geringer bezahlt“ werden als Männer und Frauen zugleich „überproportional häufig in schlecht bezahlten Berufen und in unsicheren Arbeitsverhältnissen vertreten“ sind. Schätzungen zufolge leisteten Frauen jährlich „unbezahlte Pflege- und Sorgearbeit“ im Umfang von zehn Billionen Dollar, so zitiert ORF-Online einen Oxfam Sprecher.*

Oxfam fordert deshalb von den politisch Verantwortlichen, die „Steuervermeidung von Konzernen und Superreichen“ zu stoppen, „faire Einkommen und gleiche Chancen für Frauen und Männer“ durchzusetzen und „in Bildung und Gesundheit für alle“ zu investieren. Forderungen, die auch die KPÖ voll und ganz unterstützt, die aber gegen die Mächtigen, die den Kapitalismus trotz seiner perversen Resultate als Höhepunkt menschlicher Entwicklung lobpreisen, erkämpft werden müssen.

* http://orf.at/stories/2423419/2423421/

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