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Eine streitbare Kämpferin hat uns verlassen

Doris Schlager, lange Jahre Mitglied der Wiener Stadtleitung und auch des Bundesvorstands der KPÖ, ist gestern nach langer Krankheit verstorben.

Die offizielle Verabschiedung findet am Dienstag, 17. Februar 2015 von 12.30 - 13 Uhr in der Feuerhalle Simmering (beim Tor 2 des Wiener Zentralfriedhofs) statt.

Die eigentliche Trauerfeier (wir wollen aber nicht ewig trauern, das wäre nicht im Sinne von Doris!) findet ab 13.30 Uhr im WERKL IM GOETHTEHOF (Schüttaustraße 1) statt. Sebastian Schlager, der Sohn von Doris, Josef Iraschko und die KPÖ laden alle Interessierte zu einem Buffett mit Musik ein.


Der KPÖ beigetreten ist Doris, die 1961 geboren wurde, zwei Mal. Einmal in den 80er Jahren in Linz, wo Sie auch im KSV (Kommunistischer StudentInnen-Verband) tätig war. Doch Differenzen in wichtigen Fragen veranlassten Sie die aktive Betätigung innerhalb der Partei einzustellen.

Umso engagierter war Sie - nach ihrer Übersiedlung nach Wien - ab Mitte der 90er Jahre beim Aufbau der Bewegung Rotes Wien aktiv. Da Doris bei der Arbeit in der Bewegung Rotes Wien erkannte, dass die KPÖ viel dazu gelernt und sich verändert hatte, trat Sie 1996 schließlich erneut der KPÖ bei.

Genossin Schlager, die als Alleinerzieherin, die auf keine reichen Eltern zurückgreifen konnte, bestens über prekäres Leben Bescheid wusste, waren sozialpolitische Fragen ein besonders Anliegen. Auch die besondere Betroffenheit von Frauen in der patriarchal-kapitalistischen Gesellschaft wurden von Ihr immer wieder thematisiert. Ihr Hauptbetätigungsfeld war jedoch das Thema Mieten und die Wohnungsfrage.

Gemeinsam mit Josef Iraschko war Sie die treibende Kraft im MieterselbsthilfeZentrum der KPÖ-Wien, welches 1995 gegründet wurde. Unermüdlich kämpfte Sie für leistbares, menschwürdiges Wohnen - sowohl Ideen und Forderungen für gesetzliche Änderungen im Wohnrecht wie auch die konkrete Beratung von hilfesuchenden Menschen gehörten zu ihrem politischen Repertoire. Unermüdlich war Sie auch auf der Suche nach Finanzquellen, um die Tätigkeit des MieterselbsthilfeZentrums und der MI (MieterInnen-Initiative) abzusichern.

Ihr politisches Vermächtnis ist die Sichelschmiede bzw. das Werkl im Goethehof, welches sich zum Ziel gesetzt hat, offene selbstverwaltete kulturelle Freiräume zu schaffen - denn klar ist, dass es das Werkl im Goethehof ohne Genossin Schlager nicht geben würde.

Wir werden dich, liebe Doris, als streitbare, aber zugleich höchst solidarische Kämpferin in Erinnerung behalten. Und wir werden zugleich versuchen, in deinem Sinne weiter tätig zu sein.

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