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FPÖ-Propaganda und die Fakten - am Beispiel Asyl-Notquartier Ziedlergasse

Vor ein paar Tagen verkündete LAbg. Wolfgang Jung, der auch Obmann der Liesinger FPÖ ist, in einer Presseaussendung: "Flüchtlingsunterkunft Ziedlergasse geschlossen – Protestaktionen waren letztlich erfolgreich"*
Zudem behauptete Jung die Zahl der Bewohner und Bewohnerinnen wäre wegen dem Einspruch der FPÖ reduziert worden und Ordnung im Heim konnte nur durch permanente Präsenz von Polizeikräften vor dem Heim gewährleistet werden.
Zu diesen Lügen ein paar Klarstellungen:
Die Angabe, man habe geplant bis zu 1400 Personen im Heim unterzubringen, ist völlig absurd, da damit die Kapazität des Gebäudes um das dreifache überschritten wäre.
Auch die Angaben, die der Obmann der Liesinger FPÖ zur Polizeipräsenz macht, entsprechen nicht den Tatsachen. Es gab keine permanente Polizeipräsenz.
Ebenso sind die FPÖ Meldungen zur Schließung falsch. Die Schließung erfolgt völlig nach Plan. Der ursprünglich mit dem Liegenschaftseigentümer auf ein Jahr abgeschlossene Mietvertrag wurde um drei Monate verlängert, da sich in dem Heim eine Schule befindet und der Schulbetrieb bis Ende Juni weiter geführt wird. Für das Gebäude besteht bereits ein wirksamer Abbruchbescheid.

Da werden also Fakten von der FPÖ - aber dies ist ja keine Neuigkeit - zerlegt, editiert und neu zusammengesetzt. Dazu kommt das absichtliche Weglassen von Tatsachen, wenn diese der FPÖ nicht ins Konzept passen.
Die FPÖ sagt nichts über die Tatsache, wie sehr die Liesinger Bevölkerung mitgeholfen hat, den Hilfesuchenden die Wochen und Monate im Notquartier etwas zu erleichtern.
Die FPÖ sagt nichts über die Tatsache, dass die christlichen Liesinger und Atzgersdorfer Pfarrgemeinden mit den Bewohnern des Notquartiers Feste gefeiert haben, die das friedliche Zusammenleben in der Nachbarschaft zum Ausdruck brachten.
Die FPÖ hat nichts darüber gesagt, dass beinahe täglich Menschen aus Liesing Bekleidung, Bücher, Spielzeug, Fahrräder und Gebrauchsgegenstände für die untergebrachten Hilfesuchenden gespendet haben.
Die FPÖ erzählt nichts über die Tatsache, dass jede Woche Nachhilfeunterricht in Deutsch und Mathe, Musik und Gesang ehrenamtlich von Freiwilligen erbracht wurde.
Nicht berichtet wurde von der FPÖ, wie lokale Betriebe mit Arbeit und Aufträgen im Zusammenhang mit dem Heim bedacht wurden: ich nenne Wasser- und Elektroinstallationsunternehmen, Bäckereibetriebe, Obst- und Gemüsehandel, Ärzte und Lehrpersonal, Sozial- und Psychotherapie Fachleute, die Innenausbau Firmen und viele mehr. Auch die Miete für das leerstehende Objekt ging an Österreichische Immobilien Eigentümer.

Trotz der schlechten Vorzeichen durch den fremdenfeindlichen Populismus der FPÖ wurden die enormen Herausforderungen, die viele von uns in dieser Größe und Ausmaßen nicht kannten, gemeinsam im Team mit den Menschen aus Liesing bewältigt. Ihnen allen gebührt der Dank.
Die FPÖ kann und konnte die gute Arbeit und den Erfolg dieses Projektes nicht verhindern. Im Gegenteil, es hat sich bewiesen, dass die Mehrheit der Menschen in Frieden mit ihren Nachbarn leben wollen, egal woher sie kommen und egal an welchen Gott sie glauben oder ob sie an keinen Gott glauben.
Angesichts der aktuellen Flüchtlingskrise bleibt aber noch viel zu tun. Unsere Aufgabe wird es sein, die Welt so zu gestalten, dass keine verzweifelten Flüchtlinge mehr auf diesen Weg gezwungen werden. Die Flüchtlingskrise bietet Europa aber auch die einzigartige Chance sich neu zu definieren. Gegen Fremdenhass und gegen Rassismus. Gegen Neoliberalismus und autoritären Kapitalismus. Wir müssen zeigen, dass die Methode mit der fremdenfeindliche Populisten "unsere Gesellschaft" verteidigen, diese tatsächlich in viel größerem Ausmaß bedroht als alle Einwanderer zusammen.
In diesem Sinn, war das Projekt Asylheim Ziedlergasse erst ein Anfang.
H.F. (Mitwirkender im Notquartier Ziedlergasse)
*https://www.ots.at/…/fp-jung-fluechtlingsunterkunft-ziedler…

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