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IMMOBILIENKONZERN VONOVIA (BUWOG) ENTEIGNEN – entschädigungslos!

Was wir unter „leistbares Wohnen“ - unter anderem – verstehen:
IMMOBILIENKONZERN VONOVIA (BUWOG) ENTEIGNEN – entschädigungslos!

62.000 (davon 24.000 in Österreich) ehemalige bundeseigene BUWOG-Genossenschaftswohnungen sind seit 2019 im Besitz des größten deutschen Immobilienkonzerns, VONOVIA!

Wir erinnern uns des noch immer nicht aufgearbeiteten BUWOG-Skandals:

2004 wurde unter der Schüssel-Regierung den bundeseigenen 62.000 Genossenschaftswohnungen (BUWOG) der Status der Gemeinnützigkeit aberkannt, rund 150.000 MieterInnen wurden von der Politik zu einen Kaufpreis von € 961 Millionen dem privaten Immobilienmarkt ausgeliefert. Betreiber des lukrativen Deals auf Kosten der MieterInnen der damalige Finanzminister Karl-Heinz GRASSER, Begünstigte Meischberger, Hochegger und weitere 14 derzeit Mitangeklagte im Prozess. Das damalige Erfolgs-Honorar von knapp 1 Millionen EURO beschäftigt seit über 15 Jahren die Gerichte, Vorwurf: Korruption! Viele MieterInnen der ehemaligen Genossenschaftswohnungen haben leidvoll (Nerven, finanziell) erleben müssen, was so eine Privatisierung bedeutet.

Aber das ist noch nicht alles:

Anfang 2018 wurde die BUWOG an einen noch größeren Miethai, der deutschen VONOVIA, um unglaubliche € 5,2 Milliarden EURO verkauft, also um mehr als das fünffache. Von VONOVIA wird in den deutschen Medien offen gesagt, dass dieser Immobilienkonzern gerade auch über kaum kontrollierbare Mietsteigerungen und mit nahezu terroristischen Vorgehen gegen MieterInnen riesige Gewinne macht. Dieser Konzern hat sich also nun verstärkt in Österreich festgekrallt und man kann sagen, dass sowohl den MieterInnen als auch der Politik einiges Ungemach droht. Das mag uns auch ein Bericht der Wiener Börse vom 6.12.1918 verraten:

„Für Deutschlands größten Immobilienkonzern Vonovia laufen die Geschäfte dank steigender Mieten in den Metropolen und seiner jüngsten Zukäufe weiter gut. Bei dem erst vor kurzem angehobenen Jahresziel für den operativen Gewinn sieht sich das Dax-Unternehmen auf Kurs und will 2019 noch mehr verdienen. Dazu beitragen sollen auch höhere Mieteinnahmen. Diese sollen künftig aber nicht mehr vor allem aus Umlagen im Zuge von Modernisierungen in Deutschland, sondern aus Neubau und den zugekauften Wohnungen in Schweden kommen. Insgesamt will Vonovia die Investitionen noch einmal deutlich erhöhen. Für 2018 peilt Vonovia bei der Kennziffer 1,05 bis 1,07 Milliarden Euro an. Das wären rund 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dabei sind die jüngsten Zukäufe - die österreichische Buwog und die schwedische Victoria Park - enthalten. Davon sollen auch die Aktionäre profitieren. Die Dividende für 2018 soll um 12 Cent auf 1,44 Euro je Aktie klettern“.

In Deutschland gibt es eine breite Bewegung für die Enteignung der großen Wohnkonzerne. Dem kann man sich nur anschließen. Und weil diese Konerzne samt ihren Aktionären ohnehin genug abgesahnt haben, ist es durchaus berechtigt, diese Enteignungen entschädigungslos vorzunehmen. Das wäre ein echter Beitrag zu dem von den Parteien im Wahlkampf so strapazierten Thema „leistbares Wohnen“!

Josef Iraschko (KPÖ-Wien ANDAS Bezirksrat in Wien Leopoldstadt). Iraschko ist Spitzenkandidat bei der NR-Wahl 2019 im Regionalwahlkreis 9 C.

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