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Internationaler Aktionstag 14. November- Rückblick und Vorausschau

InternationalAm 14. November fanden zum internationalen Aktionstag der Gewerkschaften gegen die kapitalistische Krise und die "Spar"politik der Regierungen europaweit Mobilisierungen statt. Es gab Generalstreiks in Griechenland und Italien, den ersten (!) iberischen Generalstreik (Spanien und Portugal), die belgischen EisenbahnerInnen legten für 24 Stunden die Arbeit nieder und auch in etlichen Ländern Osteuropas gab es Kampfmaßnahmen.

Im "Norden" tat sich sich herzlich wenig. Den Vogel schoß -wie so oft- der ÖGB- ab. Seine "Solidarität" bestand in einer mickrigen Kundgebung am Stephansplatz und Postkarten nach Griechenland! In der ÖGB-Zeitung "Solidarität" war zu lesen, warum die GriechenInnen zu unterstützen sind." Wenn sie kein Geld mehr haben, um Produkte aus Europa- auch aus Österreich!- zu kaufen, dann sind auch wir voll betroffen!". Werte KollegInnen aus der ÖGB-Zentrale mit Verlaub: tiefer gehts nimmer!

Die Ehre der österreichischen Gewerkschaftsbewegung haben im wesentlichen Linke aus diversen Bewegungen und Organisationen gerettet: Demo in Innsbruck, Kundgebungen in Graz und Wien- vor der Nationalbank.

Bilanzierend läßt sich sagen, daß die Bürokratie des Europäischen Gewerkschaftsbunds( EGB) "Dampf abgelassen hat". Auf Grund der massiven Offensive des Kapitals bzw. der ihren hörigen Regierungen und der steigenden Unzufriedenheit bzw. Kampfbereitschaft "unten" war ein Agieren unumgänglich. Anstatt jedoch sich auf einen paneuropäischen -unbefristeten- Generalstreik zu orientieren, gab es bloß Nadelstiche.

Aber immerhin - es wurde nach Jahren des Ignorierens der kapitalistischen Krisen und der der Passivität reagiert! Und zunehmend verbreitet sich das Bewußtsein oder zumindest das Gefühl, daß gegen die internationale Vorgangsweise des Kapiatls nur zureichend international geantwortet werden kann.

Die (Gewerkschafts)linke sollte demzfolge doppelt vorgehen: klar auszusprechen, was "eigentlich" notwendig wäre, um die Profitmaximierer in die Schranken zu weisen. Aber gleichzetig die neuen Chancen nützen: geduldig mit KollegInnen, die nun zu den ersten Schritten gegen die Austeritäts-Politik bereit sind, den Dialog suchen und an Hand gemeinsamer praktischer Erfahrungen weitertreibend wirken.

Hermann Dworczak

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