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KPÖ fordert Aussetzung der Mietzinserhöhungen im Gemeindebau

Wohnen in WienMit April (bzw. Mai) steigen erneut die Richtwert-Mieten. Konkret wird sich die Richtwerte-Miete in Wien bei der Kategorie A von € 5,39/qm auf € 5,58/qm angehoben werden.*

Für eine 70qm-Wohnung ergibt sich so eine monatliche Nettomietsteigerung um € 13,30 - ergo im Jahr € 159,60 bei zu diesem Zeitpunkt bestehenden Verträgen. Doch leider ist das noch nicht alles. Zum Richtwert kommt noch in vielen Fällen der sogenannte Lagezuschlag, der sich aus Berechnungen der Immobilientransaktionen in einem Bezirk speist (also direkt aus der Spekulation) und bei Neuvermietungen auf den Richtwert aufgeschlagen wird.

Entwicklung des Lagezuschlages in der Vergangenheit, Beispiel Praterstraße :01.04.2012 - 31.03.2014: 0,94 €/qm - 01.04.2014: 1,56 €/qm.

Da noch keine aktuellen Zahlen von der MA 69 vorliegen, ist davon auszugehen, dass es in den letzten drei Jahren seit 2014 zu mindestens gleichen - eher mehr - Erhöhungen kommen wird. Das bedeutet dann auch, dass nicht die prognostizierten € 5,58/qm für Kat. A sondern per Gesetz mindestens € 7,75/qm zum Ansatz kommen - und zwar noch ohne die Phantasiezuschläge der EigentümerInnen. Das heißt, dass die ursprüngliche Hauptmiete (also ohne Betriebskosten und individuellen Vermieterzuschlägen) von April 2014 für eine 70qm-Wohnung von monatlich € 433 ab April 2017 auf rund 540 Euro im Neuvermietungsfall ansteigen wird.

KPÖ-Landessprecher Didi Zach: "Die Koppelung der Mieten an die Inflation ist absoluter Blödsinn - denn steigt die Inflation so steigen die Mieten und dies befördert wiederum den Anstieg der Inflation. Eine teuflische Spirale, die vor allem BezieherInnen kleiner Einkommen enorm belastet."

Zach und KPÖ-Mietrechtsexperte Josef Iraschko sind sich einig, "dass die Stadtregierung sich für die ersatzlose Streichung der Koppelung der Mieten an die Inflation einsetzen soll".

Da bei einem Großteil der Gemeindewohnungen ebenfalls bereits die Richtwert-Miete zur Anwendung kommt fordert die KPÖ die Stadtregierung zugleich auf, auf "dieses finanzielle Zubrot auf Kosten der Mieter und Mieterinnen zu verzichten."

Last but not least fordert die KPÖ die Abschaffung des Richtwertsystems und des Systems der Lagezuschläge.

* http://derstandard.at/2000053389063/M...n-im-April

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