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Kunst- und Kultur als Wirtschaftsfaktor im Standortwettbewerb?

2016 hat das Kunst- und Kulturbudget der Stadt Wien 246,8 Millionen Euro betragen - dies ist, auch anteilig am Gesamtbudget, im Vergleich mit anderen europäischen Großstädten eine durchaus beachtliche Summe.

Aber viele kleine Kunst- und Kulturinitiativen kritisieren, dass Sie von der Hand in den Mund leben müssen. Es stellt sich die Frage, ob dies auch mit dem Verständnis von Kunst- und Kulturpolitik im Rathaus zu tun hat.

Kulturstadtrat Mailath-Pokorny verweist zwar immer wieder gerne auf die gesellschaftliche Funktion von Kunst und Kultur - zugleich wird jedoch dargelegt, dass Kunst- und Kultur in Wien "ein unverzichtbarer Wirtschafts- und Tourismusfaktor ist". Und immer wieder wird auf die so genannte Umwegrentabilität verwiesen ("jeder in Kultur investierte Euro kommt 2,3-fach zurück").

Es ist zu hoffen, dass sozialdemokratische und grüne Kunst- und Kulturpolitiker nicht nur deshalb für ein gut dotiertes Kunst- und Kulturbudget eintreten, weil es eine angeblich berechenbare Umwegrentabilität gibt und weil Kunst- und Kultur ein Wirtschafts- und Tourismusfaktor ist.

Viele kleine Initiativen spüren jedenfalls kaum etwas vom gut dotierten Kunst- und Kulturbudget. Laut IG-Kultur Wien, der Interessengemeinschaft und -vertretung der freien und autonomen Kulturarbeit, liegt der Anteil der Gesamtausgaben der Stadt Wien, der für die freie Szene zur Verfügung steht, bei 2,5 Prozent. Gefordert wird eine Erhöhung des Anteils für die freie Szene auf mindestens 10 Prozent und die Einbeziehung der Betroffenen und ihrer Interessensvertretungen in die Ausarbeitung und Evaluierung der Fördermodelle, denn gegenwärtig handle es sich um eine „paternalistische Kulturpolitik“, „die Künstler_innen und Kulturschaffende marginalisiert und entmündigt."

Ob die Forderungen der IG-Kultur in Wien jemals Realität werden können, sofern dies nicht mit touristischer und wirtschaftlicher Umwegrentabilität begründbar ist, bleibt jedoch offen.

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