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Nachlese zur Gedenkveranstaltung für Oskar Grossmann

Am 14. Juli organisierte die KPÖ-Brigittenau eine Gedenkveranstaltung für den Kommunisten und Widerstandskämpfer Oskar Grossmann und für all jene AntifaschistInnen, die in ganz Europa für "Frieden und Freiheit" kämpften.

Raoul Narodoslavsky begrüßte die Teilnehmenden und verlas einen Text von Richard Zach ("Ich bin den anderen Weg gegangen" - siehe unten). Friedl Garscha schilderte die Tätigkeit von Oskar Grossmann und er legte dar, innerhalb welcher Rahmenbedingungen dieser Widerstand geleistet wurde.

Eine gelungene Veranstaltung, die sich mehr Interessierte (aus der KPÖ, der antifaschistischen Szene wie auch des demokratischen Österreichs) verdient hätte.


Ich bin den andern Weg gegangen

Was soll ich um mein Leben rechten?

Ich hab gewagt, hab nicht gefragt,

ob`s gut ist, wenn man alles wagt,

und ob die Taten Zinsen brächten!

Bequemer wäre es gewesen,

den Kopf zu senken, klug zu lächeln,

die Knie verrenken, Demut fächeln

und kein verbotenes Buch zu lesen.

Die Möglichkeit stand häufig offen,

sich wirklich gut und weich zu betten,

den eigenen schönen Kopf zu retten

und auf Beförderung zu hoffen.

Ich bin den anderen Weg gegangen.

Verzeiht - es tut mir gar nicht leid,

obwohl es elend steht zur Zeit.

Wird keiner um sein Leben bangen,

der weiß, wozu er es verwendet,

bedachte, was sein Glaube wiegt.

Er hat am Ende doch gesiegt,

und wenn er auf der Richtstatt endet!

Die Jahre vorher und die Tage -

nicht ihre Zahl, nur ihr Gehalt -

läßt trotzen jeglicher Gewalt,

gewährt uns Kraft in schwerster Lage!

Es leben manche hundert Jahre,

das heißt, sie schlängeln sich dahin.

Gegönnt sei ihnen ihr Gewinn

und eine schöne Totenbahre.

Ich habe heute viel verloren,

wer weiß, verliere noch den Kopf.

Doch tauscht ich nicht mit solchem Tropf,

und würd ich noch einmal geboren!

Ich ahnte, wie die Feinde seien,

erhoffte nie ein leichtes Spiel.

Doch was ich will, ist viel zu viel!

Was soll ich um mein Leben schreien?

Richard Zach

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