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Nachlese zur Koloman Wallisch Veranstaltung im Filmcasino



Sehr gut besucht (siehe Fotos) war die von KPÖ/Wien ANDAS Bezirksrat Wolf Goetz Jurjans initierte 12. Februar Veranstaltung "Die Kameraden des Koloman Wallisch" im Filmcasino.

SPÖ Bezirksvorsteherin Schaefer-Wiery begrüßte die Anwesenden und skizzierte auch kurz die Geschehnisse, deren Aktualität im Jahr 2019 unübersehbar ist.

Claudia Krieglsteiner von der KPÖ-Margareten begrüßte Michael Scharang, der bei dem Film aus dem Jahre 1984 für das Drehbuch verantwortlich zeichnete und Regie führte.

Scharang stand nach dem Film auch für Fragen zur Verfügung.

Krieglsteiner sagte in ihrer Begrüßung u.a., dass der Film zeige, "dass die Christlich-sozialen, Konservativen im Land nie die Garanten für die Demokratie waren und die Herrschenden nicht daran interessiert waren die Machtübernahme durch den Faschismus zu verhindern, sondern im Bündnis mit den Deutschnationalen und Burschenschaftern die ArbeiterInnenbewegung zu zerschlagen."

Der Film, so Krieglsteiner weiters, "zeigt auch, dass die ArbeiterInnenbewegung – und an ihrer Spitze die damalige Führung der Sozialdemokratie – keine strategische Antwort auf den Vormarsch der Rechten hatte. Der Zeitpunkt der größten Bereitschaft zum Widerstand im Jahr 33 wurde vertan und nach der Auflösung des Parlaments und dem weiteren Zurückweichen der Führung, scheiterte der spontane Aufstand von Teilen der ArbeiterInnenbewegung und des republikanischen Schutzbundes tragisch.

Heute kennen die meisten jungen Menschen im Land die Jubelbilder vom Heldenplatz von 1938 nach dem Anschluss an Hitlerdeutschland. Von den vorangegangenen Kämpfen und der tragischen Niederlage des – neben der Republik in Spanien – einzigen Versuchs des bewaffneten Widerstandes der Arbeiter und Arbeiterinnen gegen den nahenden Faschismus in Österreich wissen die meisten nichts.

Die KommunistInnen standen 1934 auf Seiten des Widerstands und 10.000 ArbeiterInnen traten nach der Niederlage der damals schon verbotenen Kommunistischen Partei bei. Sie blieb dann auch die einzige Partei, die die Kontinuität des Widerstandes bis zum Kriegsende 1945 weitertrug.

Die Bedeutung des heutigen Abends – und des Films „Die Kameraden des Koloman Wallisch“ ist aber nicht eine des Gedenkens alleine.

Es geht um die historische Erfahrung, die uns lehrt, was ein Innenminister meint, wenn er sagt, das das Recht der Politik zu folgen habe; oder eine Abgeordnete der FPÖ meint, dass sie sich niemals damit abfinden werden, durch Gesetze in ihrem Handeln behindert zu werden.
Eine Partei, die von alten Nazis gegründet wurde und ständig neue Nazis hervorbringt, ist heute in Österreich nicht verboten sondern an der Regierung.

Das muss alle AntifaschistInnen, HumanistInnen und aufrechten Gläubigen, ob sie nun ChristInnen sind, Muslime oder Menschen jüdischen Glaubens aufrütteln und zum gemeinsamen Handeln führen."


Summa Summarum war es eine erfolgreiche Veranstaltung, obwohl die Tonqualität der Film-Kopie wirklich jenseitig war.

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