KPÖ Wien
Webseite der KPÖ Wien

Niedrigere Miete statt Profite im Altbau!

Wohnen in WienIhr Gründerzeit-Wohnhaus wird seit Jahren umgebaut, die Miete steigt? Sie denken: Der/die böse VermieterIn ist schuld? Was wie ein Einzelfall aussieht, ist langerprobte Praxis und liegt am System. Mit dem Ergebnis, dass ganze Stadtviertel zu unleistbaren Wohngebieten werden. Ein Kommentar von Katrin Kubetschka und Patrick Kaiser.

Der private Wohnungsmarkt im Altbau, auf den fast ein Drittel der WienerInnen angewiesen ist, dient nicht dazu, guten Wohnraum bereit zu stellen. Er soll Profit für die EigentümerInnen bringen. Ziel ist, möglichst finanzstarke MieterInnen zu finden. Günstige Altbaumietverträge stehen im Weg, die AltmieterInnen sollen weg. Wie wird das erreicht?

Es beginnt mit Druck

Das Wohnhaus wird über Jahre renoviert, allerdings ohne Verbesserungen für die bestehenden MieterInnen zu bringen. Hauptsächlich wird die Fassade renoviert und teure Dachaufbauten sollen reiche InteressentInnen anlocken (was oft nicht gelingt - sie stehen leer).

Für die bestehenden MieterInnen bedeuten diese Maßnahmen unzumutbare Wohnbedingungen, wie massive Lärm- und Staubbelästigung, jahrelang eingerüstete Fassaden, nicht funktionierende Gemeinschaftsanlagen wie Lifte, verwüstete Vorgärten oder Innenhöfe usw. Dies erhöht den Druck auf die AltmieterInnen, ihren günstigen Mietvertrag aufzugeben und auszuziehen.

„Aufwertung“

Die leer werdenden Wohnungen werden auch luxusrenoviert und/oder zusammengelegt und damit extrem teuer. Schlußendlich müssen die verbleibenden MieterInnen die Renovierung zu ihrem Nachteil mitzahlen. Auch ihre Mieten steigen in unleistbare Höhen, weiterere Auszüge sind die Folge.

Das Ergebnis: ganze Stadtviertel wie das Stuwerviertel (mit einem sehr hohen Anteil an privaten Wohnhäusern) werden für finanzschwächere Menschen unleistbar. Ein kompletter Austausch der Bevölkerung findet statt. Jahrzehntelang gewachsene Gemeinschaftsstrukturen werden zerstört.

Es ist ein weltweites Problem, das auch in Wien angekommen ist. Ursache ist die marktwirtschaftliche Verwertung des Wohnens. Der Fachbegriff dafür ist „Gentrifizierung“.

PolDi meint und fordert:
• Keine Profite mit der Miete!
• Der private Wohnungsmarkt gehört reguliert. AltbaumieterInnen dürfen nicht allein gelassen werden.
• Wiederaufnahme des kommunalen Wohnbaus.

Weiterführende Links

Wien anders

Kontakt

Die KPÖ Wien ist eine Landesorganisation der KPÖ.
Kontaktadresse: wien@kpoe.at.
Telefon: +43 1 214 45 50
Fax: +43 1 214 45 50 9
Post: 1140 Wien, Drechslerg. 42

Infos zu Parteigruppen in Wien


Die KPÖ ist eine gesamtösterreichische, demokratische, feministische, internationalistische, auf freiwilliger Mitgliedschaft beruhende Partei.


Du willst Mitglied werden? Das freut uns sehr. Kontaktier uns ganz einfach per E-Mail.


Sie wollen spenden? Auch das freut uns. Unsere Daten: Emfänger: KPÖ-Wien, BAWAG-Konto, BIC: BAWAATWW; IBAN: AT151400003410665297


E-Mail Newsletter der KPÖ-Wien bestellen


Impressum

Mieterselbsthilfe - Eine KPÖ-Initiative

GLB - Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB

Beim Lesen dieses Newsfeeds trat ein Fehler auf (die Datei error.log enthält nähere Informationen).