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ÖVP und FPÖ beklagen "explodierende Einbürgerungen" - Fakten werden gekonnt ignoriert!

Schon gestern beklagte FPÖ-Mann Gudenus "Rot-Grün lässt Einbürgerungen in Wien erneut explodieren". Heute melden sich die ÖVPler Blümel und Wölbitsch zu Wort, um einen angeblich "überdimensionalen Anstieg" der Einbürgerungen in der Bundeshauptstadt zu beklagen.

Wir haben kurz einen Blick in verfügbare Unterlagen geworfen und es stellt sich - wenig überraschend - heraus, dass von FPÖVP-Vertretern einmal mehr Fake-News produziert werden.

2017 gab es in Wien 3.899 Einbürgerungen. Schon Anfang der 90er Jahre gab es doppelt so viele Einbürgerungen in Wien. 1999 - da war übrigens die ÖVP in einer Koalition mit der SPÖ und also Teil der Stadtregierung - wurden rund 11.000 Einbürgerungen vergeben, 2001 - da war die ÖVP noch immer in der Stadtregierung - gab es 13.000 Einbürgerungen, 2003 gab es "sogar" 18.000 Einbürgerungen in Wien.*

KPÖ-Landessprecher Didi Zach: "Egal um welches Thema es sich handelt, FPÖ und ÖVP sind kaum mehr unterscheidbar. Es stellt sich die Frage, wie lange ÖVP-Funktionäre und WählerInnen, die sich als praktizierende ChristInnen und HumanistInnen verstehen, diesem Treiben des Führungsklüngels um Kurz noch zusehen."

* https://www.wien.gv.at/…/t…/einbuerge...ht-zr.html

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