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Rückgrat (spina dorsalis)?

NR-Wahl 2013Nachfolgend dokumentieren wir ein Mail, welches Herr Univ.Prof. Dr. Martin Stift an SPÖ-Geschäftsführer Darabos, an diverse Medien und an verschiedene Organisationen verschickt hat. Da wir dem Inhalt weitgehend zustimmen, geben wir das Mail von Dr. Stift - nach Rücksprache - auf unserer Website wieder.

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

Da kommt Herr Strache mit einem Taferl und schon ist der Herr Bundeskanzler ganz der FPOE-Meinung: es darf in Oesterreich nur in der Amtssprache politische Werbung betrieben werden. Tuerkisch, Arabisch, Serbisch oder was sonst an nicht-hoamatlichem Idiom anfaellt, pfui !!

Was stoert Sie daran? Auf jedem Finanzamt, auf jeder Bezirkshauptmannschaft finden sich vernuenftigerweise Formulare und Broschueren in nicht-deutschen Sprachen -- und niemand findet etwas daran -- aber um jemanden auf die verrueckte Idee zu bringen, die SPOE zu waehlen, muessen die 2 oder 3 nichtssagenden Schlagworte ("mit sicherer Hand" etc.) rein auf Deutsch herhalten. Was soll der Unfug, haben Sie derart Angst vor Strache?

Wenn selbst "Die Presse" als zutiefst buergerliches Blatt nichts daran findet, dass Plakate und Broschueren nicht einzig mit sinnentlehrten und teilweise dummen Parolen auf Deutsch gefuellt werden, ist es doch seltsam, dass sich ein amtierender Bundeskanzler fuer diesen "Fehltritt" gleichsam vor ganz Oesterreich bei Herrn Strache entschuldigt.

Für seine Verhältnisse war Werner Faymann außer sich: „Das ist kein Plakat, das ich plakatiert habe! Mein Wahlleiter hätte das nie aufgehängt!“ Erboster Nachsatz: „Alle unsere Wahlplakate sind in deutscher Sprache!“

Entspannter, von der Wohnzimmercouch aus, fragte man sich: Ja, und? Wozu die Aufregung? FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hatte den SPÖ-Kanzler soeben mit „SPÖ-Plakaten“ in türkischer Sprache konfrontiert. Abgesehen davon, dass das eine Plakat tatsächlich ohne Wissen der Löwelstraße in Eigenregie von einem türkischstämmigen Unternehmer gebastelt und in seinem Geschäft aufgehängt wurde und es das andere, jenes des Nationalratskandidaten Resul Ekrem Gönültaş, ohnehin auch zweisprachig gibt: Wo ist das Problem, in Einzelfällen in türkischer Sprache wahlzuwerben?

Gleichzeitig weiss der Kanzler zur Frage syrischer Fluechtlinge nichts zu sagen; dafuer hoert man Inakzeptables von einem Minister, der dem Vernehmen nach fuer Soziales zustaendig sein soll.

Wie armselig ist das Bild, das diese Partei zu praesentieren geruht!

Ao.Univ.Prof. Dr. Martin Stift

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