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Streit um Wiener Gesundheitssystem spitzt sich zu

GesundheitKürzlich hat die Wiener Ärztekammer das Ergebnis der "Nachverhandlungen" bzgl. Umsetzung des neuen Arbeitszeitgesetzes für Spitalsärzte im Krankenanstaltenverbund (KAV) erneut abgelehnt. Heute ließ Gesundheitsstadträtin Wehsely nun wissen, dass die Umsetzung der neuen Arbeitszeitregelungen dennoch weiter geführt werde - die Ärztekammer jedoch nicht mehr an diesem Prozess beteiligt sein werde.

Die Stadträtin ortet "politische Intrigen" innerhalb der Ärztekammer. Nun mag es solche zwar geben und es darf natürlich auch gefragt werden, ob und inwieweit es einzelnen Ärzten nicht um die "Verteidigung von Privilegien", ohne dabei auf die Situation anderer im Gesundheitsbereich tätiger Gruppen (Krankenschwestern, PflegehelferInnen) Rücksicht zu nehmen, bzw. es einigen/vielen ÄrztInnen um die Sicherung optimaler Arbeits- und Gehaltsansprüche (woran eigentlich eine sozialdemokratische Partei nichts bekritteln dürfte) geht. Zugleich müssen jedoch die Wiener SPÖ und insbesondere Gesundheitsstadträtin Wehsely erklären, wie die Quadratur des Kreises (Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung trotz geringer Arbeitszeit der Ärzte verbunden mit gleichzeitiger Einsparung von mehr als 10 % der ÄrztInnen im KAV-Bereich) möglich sein soll.

Wobei zugleich in Rechnung zu stellen ist, dass die derzeitige Situation im Gesundheitsbereich ohnedies nicht rosig ist. Lange Wartezeiten in Ambulanzen sind schon längst Realität, ebenso das monatelange Warten auf manche Operationstermine. Nicht wenige Ambulanzen haben zudem aufgrund von Ärztemange bereits die Öffnungszeiten eingeschränkt.

Der Wiener Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres kritisiert jedenfalls, dass die Stadträtin die Sorgen der Spitalsärzte ignoriere. Und Szekeres verweist einmal mehr darauf, dass die Stadträtin "nach wie vor an Nichtnachbesetzungen festhalte und damit die bereits jetzt schon sehr knappe ärztliche Personaldecke noch weiter ausdünne". Szekeres wörtlich: "Keiner meiner Kolleginnen und Kollegen, die alle bereits am Limit arbeiten, kann verstehen, wie künftig die Patienten qualitätsvoll betreut werden sollen, wenn zeitgleich die Ressourcen kontinuierlich heruntergefahren werden."

Wehsely bleibt jedoch dabei: Die Umstellung auf das neue Arbeitszeitmodell, so versichert die Gesundheitsstadträtin, soll mit 1. Juli erfolgen - eine Fortsetzung der Kontroverse ist also fix, eine Lösung im Interesse jener, die ärztliche Hilfe benötigen, ist weiterhin nicht in Sicht.

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