KPÖ Wien
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Über "Durchschummler", die "soziale Heimatpartei" und die seltsame Meldungen des AMS Wien

Gestern präsentierte das AMS Wien die neuesten Zahlen zur Erwerbsarbeitslosigkeit. Im Jänner waren in Wien insgesamt über 160.000 Menschen ohne bezahlte Arbeit.*

Zugleich vermeldete das AMS Wien, dass die "Summe der offenen Stellen, die die Wiener Unternehmen dem AMS Wien zur Besetzung gemeldet haben, um 18,8 Prozent höher als vor einem Jahr (ist)." Nur: Wie viele offene Stellen gibt es? Dazu findet sich in der AMS-Aussendung kein Wort - also haben wir etwas recherchiert. Was aber gar nicht so einfach ist, weil das AMS Wien die Zahl der offenen Stellen offenbar als "Staatsgeheimnis" betrachtet,

Letztlich wurden wir dann doch fündig - wobei: nutzt mann/frau, so wie Arbeitssuchende, die Website, dann soll es angeblich rund 10.500 offene Stellen geben. Nutzt man das AMS Online-Tool zur Eruierung der Daten (siehe Foto 2) so kommt man auf 7.201 offene Stellen in Wien und den vom AMS bejubelten Wert einer Steigerung um 18,8 Prozent zum Vorjahr.

Dass alles Gerede von Kurz und Strache, bei den geplanten Verschärfungen beim Bezug von Arbeitslosengeld sowie der Abschaffung der Notstandshilfe** ginge es nur darum, die "Durchschummler" an die Kandare zu nehmen, angesichts dieser Zahlen ein Blödsinn ist, liegt auf der Hand. Tatsache ist, dass viele Menschen eine Erwerbsarbeit suchen, die Nachfrage das Angebot aber um ein vielfaches übersteigt.

Arbeitslosigkeit existiert nicht, weil Menschen faul oder arbeitsscheu sind - Arbeitslosigkeit existiert, weil es zu wenig (bzw. sehr schlecht) bezahlte Arbeitsplätze gibt, da im Kapitalismus eine Reserve-Armee von arbeitslosen Menschen gut ist für den Profit, um den Preis der Ware Arbeitskraft weiter hinabdrücken zu können.

Was es unmittelbar braucht, so die Meinung der KPÖ, ist eine radikale Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich und eine deutliche Erhöhung der Netto-Ersatzrate für Erwerbsarbeitslose auf zumindest den EU-Durchschnitt, damit von Arbeitslosigkeit Betroffene nicht automatisch in die Armut abrutschen. Und es braucht die Vision eines personenbezogen, bedingungslosen, existenzsichernden Grundeinkommens - wie von der KPÖ auch als einziger Partei in Österreich gefordert.

dz

Übrigens: Österreichweit sind 456.000 Menschen ohne Erwerbsarbeit gewesen - dieser Zahl stehen 59.103 sofort verfügbare offene Stellen gegenüber - aber auch dies ist Kurz, Strache und Konsorten sicherlich bekannt.

* https://www.ots.at/…/ams-wien-wiener-...eten-um-2…
** http://www.kpoe.at/…/quot-krieg-den-h...ine-klein…

Ebenfalls interessant - https://kurier.at/…/arbeitslos-in-oes...06.372.171

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