Überall Ausländer?

Thursday, 10. September 2020 @ 11:46

Gab es im Jahr 2010 rund 1,5 Millionen Menschen in Österreich mit Migrationshintergrund, so sind es nun - so steht es im neuen Integrationsbericht der Regierung schwarz auf weiß (Seite 17ff)* - schon mehr als 2 Millionen Menschen (23,7 % der Gesamtbevölkerung).

Die Zahl verliert für manchen wahrscheinlich etwas an Schrecken, wenn gelesen wird, dass fast 800.000 Personen aus anderen EU- bzw. EFTA-Ländern 15 stammen und deutsche Staatsangehörige mit 200.000 Personen die größte ausländische Gruppe darstellen.

Wirklich interessant wird es aber auf Seite 18, wo eindrücklich gezeigt wird, wie verrückt und jenseitig die herrschende Sichtweise auf das Thema Migration und Integration (welche nicht mit aufgezwungener Assimilierung verwechselt werden sollte) ist.

Fast 550.000 dieser Menschen mit Migrationshintergrund sind in Österreich geboren, weitere fast 300.000 leben seit mehr als 30 Jahren in Österreich. Weitere 300.000 Menschen sind zwischen 1990 und 1999 zugewandert.

Bleibt als Frage: Wie lange muss jemand in Österreich bzw. Wien leben, um nach Meinung von Kurz, Blümel, Strache und Nepp als WienerIn zu gelten. Die KPÖ bleibt auf jeden Fall bei Ihrer seit Jahrzehnten vertretenen Sichtweise: ALLE Menschen sind Menschen. Menschenrechte haben – so sagt es sogar die viel beschworene UN-Menschenrechtskon­vention – unteilbar zu sein. Wer hier ist, ist von hier! D.h. auch: Gleiche Rechte für alle in Österreich lebenden Menschen!

* https://www.bundeskanzleramt.gv.at/ag...richt.html


KPÖ Wien
http://wien.kpoe.at/article.php/uberall-auslander-