KPÖ Wien
Webseite der KPÖ Wien

We are all Greeks

Seit der Bekanntgabe des griechischen Referendums über die von den europäischen Regierungen geforderte Fortsetzung der Austeritätspolitik, hat sich eine internationale Bewegung für ein "OXI" - "Nein" gebildet.

Dieses "Nein", so der Tenor, ist kein "Nein" zu Europa sondern zur herrschenden Verarmungspolitik - in Griechenland und ganz Europa.

Gestern waren in Paris 10.000e auf der Straße in Solidarität mit Griechenland, unterstützt auch von der Gewerkschaft CGT. In Deutschland finden heute und am Wochenende 20 Demonstrationen statt, in Spanien und Italien 50. Die Petition „Nein zur Austerität, Ja zur Demokratie“, die letztes Wochenende gestartet wurde hat bereits über 21.000 Unterschriften. (http://www.change4all.eu/petition/det...cracy.html )


Heute Freitag, 3. Juli um 18 Uhr, findet am Platz der Menschenrechte (Marcus Omofuma Platz) eine Kundgebung unter dem Slogan "Wir sagen Nein!" statt: "Indem wir die Menschen in Griechenland unterstützen, unterstützen wir uns selbst - unsere Sozialsysteme, unsere Jobs, unsere Pensionen, unsere Zukunft." IHR seid nicht allein - wir alle sind GriechInnen!" (Facebookevent mit 1.200 Zusagen: https://www.facebook.com/events/485721514926987/).

Auch in Graz (https://www.facebook.com/events/1423089544685302) und Salzburg (https://www.facebook.com/events/364947720381642) finden Solidaritätsaktionen statt.


Prominente Unterstützung

Intellektuelle, Künstler und Künstlerinnen aus Österreich unterstützen die Internationale #OXI Kampagne (siehe unten). Darunter auch religiöse Vertreter, die griechisch orthodoxe Kirche in Wien hat die #OXI Kundgebung heute Abend am schwarzen Brett angeschlagen.

**

Für eine Übersicht der Demonstrationen weltweit siehe die "Karte der Solidarität": http://www.change4all.eu



Österreichische Unterstützungsstatements:


Michael Scharang, Wien, Ende Juni 2015

Das politische Personal in der EU, das vom europäischen Kapital eingesetzt wird, gerät außer sich vor Wut, weil in Griechenland eine Regierung arbeitet, die der Bevölkerung verantwortlich ist. Das darf nicht sein. In seiner Wut geht das Personal bis zum Äußersten. Man wird in der Gegenwehr ebenfalls bis zum Äußersten gehen müssen.


Gabriele Michalitsch, Economist and political scientist, Vienna University, Austria

To insist on the prolongation of austerity policy, which, during the last years, has proven to achieve quite the opposite of its declared aims, seems rather irrational. But are Schäuble, Merkel and their European partners driven by irrationality or differ their real goals from what is announced in public? In fact, their strategy seems quite rational assuming their real goals are the step-down of a government opposing the continuous privatisation of public wealth and the further impoverishment of the vast majority of the population, a warning towards, in particular, the Spanish electorate that resistance against austerity will make things worse, fostering neoliberal domination by making clear that deviance from the neoliberal path will not be accepted and strengthening Germany’s hegemony in Europe.

The immeasurable suffering of people does not count in this context. The Greek people at least has the chance to say “no” to this destructive and anti-democratic rationality of power and show that economic dependence has not taken its intellectual independence. To make up for the enormous damages to Greece and to the idea of a united Europe will need much more.


Sonja Ablinger, President of the Österreischischer Frauenring:

"Neoliberal policy has fundamentally failed. Austerity measures have turned the economic crises into a social crisis. It has destroyed the well-beings of so many and it has deepened the crisis. It is time to say: NO. Europe is not about profits of a few and not about blackmailing. Europe is about the well being of all. It is about equality, democracy and the sovereignity of the people. This is what the Greek referendum is about. Another Europe is possible."


Bärbel Danneberg, Austrian author:

„Am Beispiel Griechenland wird den Ländern Europas und der Welt vorgezeigt, was passiert, wenn eine linke Regierung sich nicht von der Troika und den Bankkonzernen erpressen lassen will. Was mit der sturen EU-Austeritätspolitik den Menschen heute in Griechenland zugefügt wird, erreicht uns alle morgen. Jetzt wäre der Zeitpunkt für eine soziale und demokratische Wende. Griechenland braucht die Solidarität aller linken Kräfte im eigenen Land und in Europa. In diesem Sinn hoffe ich bei der Abstimmung am Sonntag auf eine breite Unterstützung für Alexis Tsipras und Syriza.“


Adalbert Krims, editor of the periodical „KRITISCHES CHRISTENTUM“, Vienna, Austria:

"In his apostolic exhortation „Evangelii Gaudium“ from November 2013, Pope Francis says that the world "can no longer trust in the unseen forces and the invisible hand of the market". The pope denounces the current economic system as “unjust at its root“ and he literally states: „Such an economy kills.“ The situation in Greece in recent years is a proof of the correctness of the papal words. Greece, which is the cradle of European democracy, can again play a leading role for Europe today if it rejects the dictation of austerity."


Dr. J. Windischer, Generalsekretär Pax Christi Österreich

„Mit Erschrecken verfolge ich die Unbeugsamkeit einer EU Finanzpolitik, welche Griechenland ohne Perspektiven belässt. Die Auflagen und Bedingungen entsprechen der Politik der Reichen und der liberalen kapitalistischen Wirtschafts und Finanzpolitik und drohen weite Kreise der griechischen Bevölkerung in noch größere Armut, ja sogar ins Elend zu treiben. Europa wäre gedient, wenn man endlich andere, alternative, lösungsorientierte Ansätze zur Geltung bringen würde. Es geht nicht nur um die Zukunft Griechenland, es geht um die Zukunft Europas.“


Dr. Balázs Németh, evangelisch-reformierter Pfarrer und Oberkirchenrat i. R., Vienna/Austria:

„Solidarität mit dem griechischen Volk heißt, gegen eine Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik zu protestieren, die die Entwicklung der Starken auf Kosten der Schwachen auf ihre Fahne geschrieben hat und die all jene eliminieren will, die statt auf Kapital auf den Menschen und statt auf das Haben auf das Sein setzen. Die Zukunft der Welt kann nicht auf dem Wohlstand einer kapitalstarken Minderheit beruhen, sondern auf einer Gemeinschaft, die bereit ist, das Haben mit den Habenichtsen zu teilen. Daher hat das angedachte Modell Griechenland Zukunft und nicht eine Ordnung, deren Maxime heißt: "Nur dadurch lebt der Mensch, dass er so gründlich vergessen kann, dass er ein Mensch doch ist" (Bertolt Brecht)“


Hans Wührer, Pfarrer em., Linz

„Angesichts der erschütternden Entwicklung in Griechenland fällt mir das Wort eines (mir) Unbekannten ein: „Demokratie muss mehr sein als 2 Wölfe und 1 Schaf, die abstimmen, was sie zum Mittagessen haben werden“. Mein ganzes Mitgefühl, meine Solidarität gilt den Griechinnen und Griechen, denen grausam die Luft zum Atmen geraubt wird. Und meine Empörung einem System, das solch unmenschliche Opfer fordert und sich immer noch „demokratisch“ nennen darf.“

Wien anders

Kontakt

Die KPÖ Wien ist eine Landesorganisation der KPÖ.
Kontaktadresse: wien@kpoe.at.
Telefon: +43 1 214 45 50
Fax: +43 1 214 45 50 9
Post: 1140 Wien, Drechslerg. 42

Infos zu Parteigruppen in Wien


Die KPÖ ist eine gesamtösterreichische, demokratische, feministische, internationalistische, auf freiwilliger Mitgliedschaft beruhende Partei.


Du willst Mitglied werden? Das freut uns sehr. Kontaktier uns ganz einfach per E-Mail.


Sie wollen spenden? Auch das freut uns. Unsere Daten: Emfänger: KPÖ-Wien, BAWAG-Konto, BIC: BAWAATWW; IBAN: AT151400003410665297


E-Mail Newsletter der KPÖ-Wien bestellen


Impressum

Mieterselbsthilfe - Eine KPÖ-Initiative

GLB - Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB

Beim Lesen dieses Newsfeeds trat ein Fehler auf (die Datei error.log enthält nähere Informationen).