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Wien macht sein Rettungswesen zukunftsfit

Gesundheit"Der Versuch, das perfekt funktionierende Rettungswesen in Wien in Frage zu stellen und die Bevölkerung zu verunsichern, deckt sich in keiner Hinsicht mit den Tatsachen", so SPÖ-Gemeinderat und Gesundheitssprecher Kurt Wagner letzte Woche im Rahmen der Budgetdebatte im Wiener Gemeinderat.

Vorangegangen war dem eine FPÖ-Stellungnahme, die kritisierte, dass es bei der Wiener Berufsrettung Einsparungen gebe.

Tatsache ist, dass der 24-Stundendienst im Rettungswesen aufgrund einer arbeitsrechtlichen Vorgabe durch den 12,5 Stunden Dienst ersetzt werden muss. Und richtig ist, dass diese Umstellung nicht unbedingt auf ungeteilte Zustimmung bei den Bediensteten stößt, da die Betroffenen durch die Stundenreduktion massive Gehaltsverluste befürchten - wobei Details zur Zeit noch unklar sind.

Absehbar ist jedoch, dass die Gemeinde Wien die notwendigen Umstellungen möglichst kostengünstig über die Bühne bringen will - konkret durch eine Personaleinsparung bei den Rettungswagen. Da die Wochenstundenreduktion natürlich weit mehr Personal erfordern würde, hat die regierende Stadtpolitik beschlossen, künftig die Besatzung von bisher 3 SanitäterInnen auf 2 SanitäterInnen zu reduzieren.

Was auf den ersten Blick plausibel erscheinen mag, könnte laut Sanitäts-MitarbeiterInnen zu größeren Problemen führen, da bei Notfällen Maßnahmen zu zweit natürlich längere Zeit dauern. Des weiteren - so die Kritik - wird hier auch an der Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gespart, da die Sanitäterinnen und Sanitäter in Wien regelmäßig Übergriffen ausgesetzt sind.

Übersehen wird von den "Planungsexperten in ihren Büros" auch, dass im Rahmen eines Rettungseinsatzes auch zahlreiche Gerätschaften zum Patienten und wieder zurück ins Rettungsauto geschafft werden müssen - der umfangreich bestückte und schwere Notfallrucksack, ein koffergroßer Defibrillator, eventuell noch Absaugeinheit, Geburtenset, Tragsessel oder Trage bzw. weitere Hilfsmittel zur Stabilisierung bei schweren Verletzungen. Was von drei Sanitäterinnen und Sanitätern natürlich leichter zu vollbringen ist als von zwei.

KritikerInnen monieren zudem, dass im Rettungsbereich vielfach an der falschen Stelle gespart werde, denn nicht gespart werde in der Führungsebene - dort haben sich, so die Kritik, die Führungsposten in den letzten Jahren vervielfacht. Natürlich mit allem was dazugehört: Sekretariatsbedienstete und Dienstautos inklusive.

Gegen die Personalreduktion am Rettungswagen sprechen sich im Übrigen alle Personalvertretungsfraktionen aus - also auch die FSG. Doch dieses Faktum wird bei den Presseaussendungen der SPÖ gerne vergessen.

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