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Wir haben es mit einer Regierung der Klimawandelleugner und Umweltzerstörer zu tun

Rede von Marilen Lorenz, von der Initiative "System Change, not Climate Change!", auf der 1. Mai Demonstration vor dem Parlament in Wien.

Eine riesige Protestwelle hält die Welt seit Wochen und Monaten in Atem und lehrt die Mächtigen das Fürchten. Millionen Schülerinnen und Schüler weltweit wollen der Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen nicht länger zusehen und protestieren gemeinsam für schnelle und radikale Maßnahmen gegen die Klimakrise. Gleichzeitig haben Aktivist_innen der Extinction Rebellion es geschafft die Stadt London für zwei Wochen mit Massenblockaden lahm zu legen! Sie rebellieren gegen ein System, das ein Massenaussterben in Kauf nimmt, um Profite zu sichern.

Diese fantastischen Bewegungen bringen die Regierungen international zur Verzweiflung. Sie versuchen, die Bewegungen zu diffamieren, die Schülerstreiks durch Schulverweise zu unterdrücken oder durch geheuchelte Gesprächsbereitschaft in harmlose Bahnen zu lenken – doch diese neue Generation von Rebell_innen lässt sich nicht unterkriegen!


In Österreich versucht Umweltzerstörungsministerin Elisabeth Köstinger, sich aus der Verantwortung zu stehlen und das Feuer auf die Klimaaktivist_innen selbst zu lenken, die zuerst bei sich selbst anfangen sollten. Köstinger will den Konsument_innen „den Spiegel vorhalten“ und fordert, „dass jeder und jede einzelne seine Lebensweise umstellt“. Am 28. Mai wollen Kurz und Köstinger sich beim Austrian World Summit an der Seite von Greta Thunberg als Helden des Klimaschutz inszenieren. Wir dürfen die Regierung mit diesem dreisten Manöver nicht davon kommen lassen!

Wir wissen, dass wir es bei Schwarz-Blau mit einer Regierung der Klimawandelleugner und Umweltzerstörer zu tun haben. Mit FPÖ-Chef Strache ist ein Mann Vizekanzler, der regelmäßig wissenschaftliche Fakten zum Klimawandel leugnet. Strache behauptet ernsthaft, es sei eine offene Frage, inwieweit der Mensch das Klima beeinflussen kann.

Wir haben eine Umweltministerin, die sich für das klimaschädlichste Großprojekt Österreichs – die dritte Piste – stark macht und sich nicht zu blöd ist zu behaupten, die dritte Piste hätte keine Auswirkungen darauf, ob eine Tonne mehr CO2 ausgestoßen wird.

Wir haben einen Verkehrsminister, der den individuellen Autoverkehr ausbaut und die Emissionen im Verkehrsbereich, dem größten Klimakiller in Österreich, ganz bewusst in die Höhe treibt.

Und damit nicht genug haben wir einen Innenminister, der fordert, dass der Klimawandel niemals ein anerkannter Asylgrund werden darf und eine mörderische Abschottungs- und Abschiebepolitik betreibt.

Wir dürfen nicht zulassen nicht zu, dass diese Verbrecher weiter unsere Zukunft bestimmen!

Wer den Klimawandel leugnet und die Klimakrise anheizt verhöhnt dabei die vielen Opfer, die sie schon jetzt verursacht. Ein Extremwetterereignis jagt das nächste, Dürre und Ernteausfälle bedrohen die Existenzen von Bauern und Bäuerinnen, Überschwemmungen, Waldbrände und Hitze treiben jährlich Millionen Menschen in die Flucht und fordern Tote. Betroffen ist vor allem der globale Süden, doch auch in Österreich sind diese Folgen schon deutlich spürbar. Fossile Monsterprojekte wie die dritte Piste und die Lobauautobahn sind angesichts dessen ein Verbrechen gegen alle, die unter der Klimakrise leiden! Sollte es zu einem Baustart kommen – werden wir uns diesem Wahnsinn in den Weg stellen – und ich hoffe, dass ihr alle mit dabei seid!

Wir müssen verhindern, dass dieses System den Planeten an die Wand fährt! Dass weiter auf Kosten von Natur und Menschen Wettbewerb und Wirtschaftswachstum vorangetrieben werden. Und die aktuellen Protestbewegungen zeigen uns, dass wir der Klimazerstörung nicht hilflos ausgeliefert sind – wir können das System, das uns diese Katastrophe beschert hat, über den Haufen werfen!

System Change, not Climate Change tritt ein für eine solidarische Welt, in der ein gutes Leben für alle möglich ist. Das lässt sich nur erreichen, wenn wir den Kampf gegen die Klimakrise und soziale Kämpfe verbinden und Hand in Hand für eine Gesellschaft eintreten, in der nicht Profite, Wachstumszwang und Konkurrenz im Mittelpunkt stehen, sondern die Bedürfnisse von Mensch und Natur – und in der die planetaren Grenzen eingehalten werden!

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