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Kriminalstatistik 2016: Schrille Schlagzeilen und die Realität

Gestern wurde die Kriminalstatistik für 2016 präsentiert. Das Ergebnis in Kurzfassung: Die Häufigkeitszahl – darunter verstehen Statistiker die international vergleichbare Quote der Anzeigen je 100.000 Einwohner – lag österreichweit "bei 6.151 und damit dem zweitniedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen."*

Unbeirrt von den Zahlen schüren Schundblätter und FPÖVP die Angst und wird der Bericht benutzt, um gegen Fremde im Allgemeinen und gegen asylsuchende Menschen im Besonderen zu hetzen.

Am aggressivsten und hetzerischsten wie immer Österreich: "Wien: Sexual-Attacken nehmen um 55,5 % zu" wird schon groß am Cover verkündet. Im Bericht auf Seite 4 wird über eine Explosion der Kriminalität durch Asylwerber gesprochen - auf selbst im Bericht des BMI auffindbare Hinweise - Opfer von tatverdächtigen Asylwerbern sind großteils andere AsylwerberInnen - wird verzichtet.

Im Wiener Lokal-Teil auf Seite 13 werden graphisch untermauert "Horror-Zahlen" präsentiert, die einzig und allein dazu dienen zu suggerieren, "Ausländer und Asylwerber machen Wien zum lebensgefährlichen Pflaster".

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Kriminalstatistik 2016: Die Angstmache der Schundblätter geht weiter

Gestern wurde die Kriminalstatistik für 2016 präsentiert. Das Ergebnis: 2016 gab es in ganz Österreich 537.792 Anzeigen. Dies stellt gegen 2015 zwar einen Anstieg um 3,8 Prozent dar, aber zugleich liegt der Wert deutlich unter den fast 600.000 Anzeigen im Jahr 2007 oder 2009.*

Die Angstmache der Schundblätter geht aber weiter, auch wenn die Zahlen zeigen, dass kein Grund zur Panik besteht.

Die Häufigkeitszahl – darunter verstehen Statistiker die international vergleichbare Quote der Anzeigen je 100.000 Einwohner – "lag bei 6.151 und damit dem zweitniedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen."**

Ein Blick in die Details zeigt zudem: Um zehn Prozent gingen Diebstahlsanzeigen von Kraftfahrzeugen zurück, Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser gingen gar um 16,4 Prozent zurück. Cybercrime-Delikte hingegen haben um fast ein Drittel zugenommen, eine Zunahme von 10,9 Prozent gab es bei Wirtschaftskriminalität.

Zugenommen haben - leider - auch Gewaltdelikte (inkl. leichter Körperverletzung) - die Zahl der angezeigten Fälle stieg von 40.333 im Jahr 2015 auf 43.098 im Jahr 2016.*** Bei 36.426 Anzeigen handelt es sich um "leichte Körperverletzung".****

ORF-Online schreibt dazu: "Fürchten muss man sich laut den Zahlen aber vor allem vor vertrauter Umgebung: Zwei von drei Gewalttaten sind Beziehungstaten (wo sich Opfer und Täter also kennen - Seite 27 des Berichts). Der Anstieg ist vorwiegend durch mehr leichte Körperverletzungen begründet, begangen zu einem Gutteil unter Asylwerbern an anderen Asylwerbern in konfliktträchtigen Wohnsituationen wie Massenquartieren."

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Der KAKTUS bleibt am Puls des Geschehens!

Die erste Druckausgabe dieses Jahres erscheint in Kürze!

Ein knappes Jahr nach Veröffentlichung eines Briefes besorgter ÄrztInnen an den Herrn Bürgermeister bohrt Wolfgang SIGUT für WIEN ANDERS erneut bei Insidern des Donauspitals in der nächsten KAKTUS-Zeitungsausgabe nach. In der Zwischenzeit 16 000 gesammelte Unterschriften haben die Schließung der gesamten Augenabteilung verhindert, die wenigstens ambulant (tagsüber) weiter bestehen darf.

Warum das aus Sicht der ÄrztInnen des Donauspitals nicht ausreicht und über die Hintergründe der in der ersten Februarwoche erfolgten vorübergehenden Sperre der Urologischen Station erfahren die KaktusleserInnen mehr in diesem Kaktusbericht.

Um mehr zu lesen, auf das (linke) Kaktusbild klicken!

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Das Motto der FPÖ: Was Trump kann, dass können wir schon lange

Letztes aktuelles Beispiel: Dominik Nepp, Klubobmann der FPÖ im Wiener Gemeinderat, bezeichnete gestern die Bedarfsorientierte Mindestsicherung (BMS) als „Fass ohne Boden“.

Dann erklärt der FPÖler, den Fakten so wenig kümmern wie Trump - wir zitieren wörtlich: "Nepp sah es außerdem problematisch, dass die Mindestsicherung vierzehn Mal im Jahr ausbezahlt werde."*

Tatsache ist, dass die Mindestsicherung auch in Wien nur 12x pro Jahr ausbezahlt wird**

Ergänzende Anmerkung: Einzig PensionistInnen und Langzeitarbeitslose bekommen die Mindestsicherung 14x im Jahr. Wir zitieren wörtlich von der Website der Stadt Wien: "Männer, die das 65. Lebensjahr beziehungsweise Frauen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben und volljährige Personen, die von einer Amtsärztin beziehungsweise einem Amtsarzt für mindestens ein Jahr für arbeitsunfähig befunden wurden, erhalten pro Jahr zusätzlich zwei Sonderzahlungen in der Höhe des Mindeststandards." D.h. also: Erstens handelt es sich bei der FPÖ-Aussage um eine Lüge. Zweitens: werden die Kürzungsfantasien der angeblich sozialen Heimatpartei in die Tat umgesetzt, dann werden die Leidtragenden vor allem einheimische/"eingeborene" Österreicher und Österreicherinnen sein, die teils 35 oder 40 Jahre hart gearbeitet haben.

* http://www.ots.at/presseaussendung/OT...tsicherung
** https://www.wien.gv.at/gesundheit/lei...dards.html

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Wenn ich 17 wär

und ich im 2. Lehrjahr als Friseurin wäre, dann würd ich am Ende jeden Monats sagenhafte 560 Euro auf meinem Konto vorfinden, obwohl ich 160 Stunden Lohn-Arbeit pro Monat leiste.

Wenn ich dann meine Infos über die Welt und das Leben vor allem aus der Kronen Zeitung, aus Österreich und Heute beziehen würde, dann würd mich gar manches ziemlich ärgern und ich hätt eine Wut auf Kern, Mitterlehner und wie die alle heißen.

Und wenn ich niemand hätte, der mir erzählen könnte, dass die FPÖ anno dazumal als sie in der Regierung war vor allem in ihre Taschen gewirtschaftet hat, dann würd ich Strache wohl nicht nur cool finden sondern seinem Geschwätz auch Glauben schenken.

Gott sei Dank bin ich keine 17 mehr.

* Infos zu den kollektivvertraglichen Mindestsätzen- http://www.ewaros.at/lehrlingsentschaedigung/

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Happy Birthday

Vor 2 Jahren wurde Wien Anders (die Allianz aus KPÖ-Wien, Piraten für Wien Anders und Plattform der Unabhängigen, welche für "ein soziales Wien, in dem alle Menschen unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft über die gleichen sozialen und politischen Rechte verfügen" eintritt) aus der Taufe gehoben.

Es waren 2 aufregende, anstrengende aber auch schöne Jahre. Wir haben schon manches erreicht, aber noch liegt viel gemeinsame Arbeit vor uns.

Das Geburtstags-Video

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Kriminalitäts-Hotspot Westbahnhof?

BezirkspolitikLaut Berichten diverser Krawall-Blätter ist ja am Westbahnhof mittlerweile die Hölle los. Die Bezirkszeitung hat für ihre Lokalausgabe die in der Bezirksvertretung vertretenen Parteien um Statements zur Situation gebeten.

Da das Statement von Wien Anders Bezirksrat Didi Zach nur sehr gekürzt Eingang in den Bericht fand – https://www.meinbezirk.at/…/bezirksze...heim-ausg… – hat Wien Anders das gesamte Statement veröffentlicht.

http://wienanders.at/kriminalitaets-h...stbahnhof/

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Teuerung frisst Löhne auf – einkommensschwache Haushalte sind am stärksten betroffen

Mehr zahlen für Lebensmittel: Ein Einkaufskorb mit Lebens- und Reinigungsmitteln kostet in Wien um sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Das zeigt ein aktueller Preismonitor der Arbeiterkammer mit den 40 preiswertesten Produkten bei sieben Wiener Supermärkten und Diskontern.
Mehr zahlen heißt es etwa für Butter (plus 30 Prozent), Mischbrot (plus 27 Prozent), Schokolade (plus zwölf Prozent) und Vollmilch (plus zehn Prozent).

Hier zeigt sich das eklatante Missverhältnis zwischen Verbraucherpreisindex (VPI) und realer Teuerung, weist doch der VPI für 2016 eine Steigerung von nur 0,9% auf.

Trotz der letzten KV Erhöhungen der Löhne und Gehälter von cirka 1,5% werden sich die Reallöhne der untersten Einkommen verringern. Kaufkraft geht verloren, da Waren für den täglichen Bedarf (plus 5 bis 6%) und Wohnraummieten (plus 6 bis 8%) weitaus höher gestiegen sind als es der Verbraucherpreis Index (VPI) angibt.

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Fritz Fink: "Verwehren wir uns gegen weiteren Sozialabbau und die Untergrabung der Demokratie"

Es gilt wachsam zu sein und Angriffen auf demokratische Grundrechte, die in der Verfassung verankert sind, entgegen zu treten - so die zentrale Aussage von Wien Anders/KPÖ-Bezirksrat Fritz Fink auf der heutigen 12. Februar Gedenk-Kundgebung von SJ, Grünen, SPÖ-Hietzing und KPÖ beim Münichreiter Denkmal in Hietzing.

Nachfolgend die Rede:

Sehr geehrte anwesende Antifaschistinnen und Antifaschisten, Mitglieder der Opferverbände, kommunistische und sozialdemokratische Genossinnen und Genossen und Vertreter der sozialistischen Jugend.

Wir sind sind hier, wie jedes Jahr, zum Gedenken an die Hinrichtung des Schutzbundkämpfers Karl Münichreiter und an alle anderen Hingerichteten und Toten der Februarkämpfe des Jahres 1934.

Ich stehe hier als Kommunist, als Bezirksrat von Wien Anders, als Mitglied der Sozialistischen Freiheitkämper und Vorstandsmitglied des Wiener KZ-Verbandes. Es muß Aufgabe und Verpflichtung sein, aller aufrechten und demokratisch gesinnter Frauen und Männern, über alle Parteigrenzen hinweg, die Erinnerung an die heroischen Verteidiger der Demokratie wach zu halten.

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Im Gedenken an die Kämpfer und Kämpferinnen des Februar 1934

Am 12. Februar 1934 erhoben sich (gegen den Willen der Führung der SPÖ) Teile der österreichischen ArbeiterInnenbewegung und des Republikanischen Schutzbundes gegen das austrofaschistische Regime.

Schon im März 1933 hatte Bundeskanzler Engelbert Dollfuß, obwohl er auf die Verfassung vereidigt war, das Parlament ausgeschaltet - den scharfen Worten der Parteiführung der großen und mächtigen SPÖ folgten jedoch keine Taten.

Auch als im Mai 1933 der Republikanische Schutzbund und die KPÖ verboten wurden, verzichtete die SPÖ-Führung auf aktiven Widerstand und die Ausrufung des Generalstreiks.

Der opferreiche Kampf des Februar 1934 markierte dann die endgültige Niederlage der ArbeiterInnenbewegung in Österreich - die Niederlage bereitet zugleich den Boden für den Anschluss durch Nazi-Deutschland im März 1938.

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