KPÖ Wien
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Die Februarkämpfe damals und unsere Situation heute...

Wir dokumentieren nachfolgend die Rede von Bernhard Gaishofer (Sprecher der KPÖ-Donaustadt) bei der Februar Kundgebung vor dem Goethehof am 20. Februar.


"Zu den Vorgängen an sich möchte ich gar nicht allzu viel sagen – sie sind Euch wohl bekannt. Nur so viel: Die angespannte Situation in der 1. Republik gipfelte in den Februarkämpfen - Ein verzweifelter Versuch der österreichischen Arbeiter*innen Demokratie und die Republik zu retten, welcher blutig niedergeschlagen wurde. Der Kampf der Arbeiter*innen war jedoch nicht nur gegen Faschismus und für Demokratie, sondern auch für bessere Lebensbedingungen und eine grundlegend andere Gesellschaft.

Denn der Aufstieg des Faschismus kam ja nicht von ungefähr. Insofern lasst uns heute gemeinsam den Menschen von damals gedenken und gleichzeitig die Lehren daraus für heute, wo wir uns auch in einer Situation befinden in welcher diverse Krisen und das Erstarken von „Rechtspopulisten“ gegenwertig sind, ziehen. Ich möchte in diesem Zusammenhang vor allem auf soziale und ökonomische Aspekte Bezug nehmen.

--> hier die gesamte Rede - http://kaktus.kpoe.at/article.php/202...1195105783

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Der Antifaschist*innen der Vergangenheit gedenken bedeutet antifaschistisch tätig sein in der Gegenwart

Rund 100 Antifaschist*innen versammelten sich heute am Reumannplatz in Favoriten, um der Kämpfer*innen des Februar 1934 zu gedenken. Es gab - neben einer Kranzniederlegung - auch 4 Reden, In welchen natürlich auch auf die Gegenwart und die Bedeutung des Engagements für soziale Rechte und Menschenrechte bezug genommen wurde.

Florian Birngruber, Bezirksrat in Favoriten und Bundeskoordinator der KPÖ, sprach über die Geschehnisse in Favoriten ebenso wie über die internationale Bedeutung, welche die Februar-Kämpfe für den antifaschistischen Widerstand in ganz Europa hatten. Zugleich unterstrich er die Bedeutung linken Engagements in der Gegenwart.

Patrick Kaiser, der für den GLB sprach, betonte ebenfalls die Wichtigkeit des sozialen und gewerkschaftlichen Widerstands in der Gegenwart. Es gelte sich für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne für alle Menschen, aber insbesondere für alle Menschen im Pflege- und Gesundheitsbereich einzusetzen - zudem darf nicht vergessen werden, so Kaiser, dass der Kapitalismus das Problem ist und dieser überwunden werden muss.

Max Veulliet, politischer Geschäftsführer der Jungen Linken Wien, sagte u.a.: "Es waren gerade junge Menschen, die sich dem stärker werdenden Faschismus nicht kampflos ergeben wollten. Viele von ihnen wollten im Februar ’34 nicht tatenlos zusehen, wie das faschistische Grauen seinen Lauf nimmt. Damals wie heute zeigt sich, dass die Linke ohne starke Organisation und ohne sicheren gesellschaftlichen Rückhalt nicht erfolgreich sein kann."

Susanne Empacher, stellvertretende Landessprecherin der KPÖ-Wien und Bezirksrätin auf der Landstraße, sprach u.a. über die wichtige Rolle von Frauen im Februar 1934. Es gelte, so auch Empacher, aus den Niederlagen die richtigen Lehen zu ziehen.

Solidarisches Handeln - in der Vergangenheit wie in der Gegenwart - sind von enormer Bedeutung, um Veränderungen durchsetzen zu können - so Empacher. Es gelte in der Theorie und in der Praxis nach dem Gemeinsamen und nach neuen Wegen zu suchen, um den großen politischen Herausforderungen der Gegenwart gerecht werden zu können.

Weitere Berichte aber auch Videos von den Reden folgen.

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Über den österreichischen Faschismus im 21. Jahrhundert

AntifaschismusDie meisten Menschen, die sich - wenn überhaupt - mit der Zwischenkriegszeit auseinandersetzen, stoßen auf eine Erzählung von zwei verhärteten Fronten. Zwei Fronten deren größter Fehler es angeblich war, der Gewalt nicht abgeschworen zu haben.

In der Schule lernen wir von zwei Seiten eines Konflikts, die sich einfach nicht vertragen konnten. Wir lernen, dass wir beide Seiten verstehen müssten, als wären wir Außenstehende.

Ich war dreißig, als ich beim Streben nach einem besseren Schulabschluss eine Abendschule besucht hab und dort nach fast 15 Jahren zum ersten Mal wieder Geschichtsunterricht hatte. Gemeinsam mit 18jährigen, die das Thema kaum besser verstehen konnten als ich beim ersten mal, als mir die Lehrerin (es war sogar die gleiche) vom sogenannten Bürgerkrieg erzählte. Ich frag mich immer, ob es ein Bürgerkrieg ist, wenn der Staat gegen Teile der Bevölkerung kämpft.
Die Februarkämpfe waren ein Krieg des staatlich unterstützten Faschismus gegen den Widerstand.

Ich war dreißig und schon über zehn Jahre lang relativ linksradikal, als ich endlich verstand, dass ich auf einer der beiden Seiten stehe. In eigener Sache, aber auch ohne wirklich eine Wahl zu haben.

Ich stehe im Visier der Faschist_innen und bekomme das am Arbeitsplatz zu spüren. Ich stehe auf einer der beiden Seiten aus politischer Überzeugung, wegen meiner gesellschaftlichen Position als Kommunistin und als nichtbinäre trans Frau.

Ich stehe auf dieser Seite wie mein Opa, sein Bruder, deren Vater und ihr Großvater, der in Mödling aktiv an der Entstehung von Gewerkschaften mitgewirkt hat.

Im Februar 1934 haben österreichische Paramilitärs gemeinsam mit der staatlichen Armee den antifaschistischen Widerstand in Österreich zerschlagen. Genau so wenig wie sich Antifaschismus heute auf Sportgruppen beschränkt, reden wir auch beim Antifaschismus der dreißiger nicht nur von Wehrturner_innen, wenn wir antifaschistischer Widerstand sagen.

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Februar 1934: Einige Anmerkungen zu Ausführungen der SPÖ-Spitze

In einer Presseaussendung hat die SPÖ-Spitze sich heute zum Februar 1934 geäußert. Parteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner und SPÖ-Bundesgeschäftsführer Deutsch sagen dabei allerlei Kluges, aber auch allerlei Blödsinn wird verzapft.

Beginnen wir mit Aussagen, die ich problemlos unterschreiben kann: es gilt, so die SPÖ-Parteispitze, "Demokratie und Freiheit immer aufs Neue zu verteidigen". "Wir müssen gemeinsam antidemokratischen Tendenzen den Nährboden entziehen", es ist "wichtig, für soziale Gerechtigkeit, Chancen und Perspektiven zu sorgen", es gilt wachsam gegen Ausgrenzung und Hetze zu sein.

Seltsam klingt jedoch folgende Aussage: "Wir haben Republik und Demokratie erkämpft und immer mit ganzer Kraft verteidigt." Rendi-Wagner und Deutsch sind geschichtlich sicherlich genug bewandert, um zu wissen, dass die Parteiführung der damaligen SPÖ mit ihrem Verbal-Radikalismus, dem die Taten jedoch absolut nicht entsprochen haben, mit dazu beitragen hat, dass die Niederlage im Februar 34 ziemlich unvermeidlich war. Und die SPÖ-Führung sollte auch so ehrlich sein und eingestehen, dass die damalige Parteispitze sich gegen die Notwehr-Maßnahmen von Bernaschek und Genossen in Linz ausgesprochen hat und nach Beginn der Kämpfe die Aktionen der Arbeiter*innenschaft vielfach nur mit angezogener Handbremse, wenn überhaupt, unterstützt wurden.

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Niemals vergessen - erinnern für die Zukunft

Antifaschistische Kundgebung in Erinnerung an die Kommunistin und Widerstandskämpferin Grete Jost (1916 - 1943)

Samstag, 30. Jänner, 14 Uhr
Baumgasse 37, Rabenhof - vor dem SPÖ-Lokal, 1030 Wien

es sprechen:
David Gartner (SJ-Landstraße)
Susanne Empacher (KPÖ)

musikalische Begleitung: Maren Rahmann

Wir erinnern an den politisch organisierten Widerstand und erheben unsere Stimme gegen Rassismus und autoritäre Entwicklungen in der Gesellschaft heute.

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Im Gedenken an den Febuar 1934

Antifaschismus* Favoriten: Samstag, 20.2, 15 Uhr im DIDF-Lokal, Gudrunstr. 133
Februarfeier mit dem Film "Rosa Luxemburg"

* Hietzing: Sonntag, 13.2., 11 Uhr - Goldmarkplatz
Die Freiheitskämpfer, Sozialistische Jugend, Junge Generation, SPÖ Hietzing, Rote Falken und Vertreter von KPÖ/LINKS gedenken gemeinsam am Goldmarkplatz beim Mahnmal Karl Münichreiters der Februar-Ereignisse

* Donaustadt: 20.2., 15 Uhr - Haupteingang vor Goethehof, Schüttaustraße 1-39
Die Ereignisse des Februar 1934 - Was wir aus ihnen für die Gegenwart lernen können
Redebeiträge von Vertreter*innen folgender Organisationen: Freiheitskämpfer*innen, KPÖ, SJ und Grüne
Die Rote Kapelle spielt Arbeiter*innenlieder.

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Zentrale Kundgebung im Gedenken an den Februar 34



Am 12. Februar 1934 stellten sich (gegen den Willen der Führung der SPÖ) Teile der österreichischen ArbeiterInnenbewegung und des Republikanischen Schutzbundes gegen das austrofaschistische Regime, welches schon im März 1933 das Parlament ausgeschaltet und im Mai den Republikanischen Schutzbund und die KPÖ verboten hatte.

Die Regierung setzte Polizei und Bundesheer ein, Gemeindebauten wurden vom Bundesheer mit Artillerie angegriffen. Insgesamt forderten die Kämpfe mehr als 1.600 Tote und Verletzte.

Eine Folge des Februar 34 war, dass die Mitgliederzahl der KPÖ innerhalb kurzer Zeit von 4.000 auf rund 16.000 angestiegen ist - was unserer Partei auch ermöglichte, eine führende Rolle im Widerstand gegen den Austro- und später gegen den NS-Faschismus einzunehmen.

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Kundgebung in Erinnerung an die Widerstandskämpferin Grete Jost

AntifaschismusNiemals Vergessen - Erinnern für die Zukunft

Politische Kundgebung in Erinnerung an die kommunistische Widerstandskämpferin Grete Jost (1916 - 1943) - wobei aufgrund der Corona Situation eine kurzfristige Absage der Veranstaltung zur Zeit nicht auszuschließen ist.

30. Jänner 2021, 14 Uhr - 3., Baumgasse 37 (Rabenhof)

Es sprechen:
Susanne Empacher (KPÖ) und ein(e) Sprecher*in der Sozialistischen Jugend

... wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.

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Niemals vergessen

"Der Jahrestag der Reichspogromnacht im Jahre 1938 ist mir einmal mehr Anlass vor der Gefahr eines wachsenden Antisemitismus und Rassismus, der sich oft mit Sexismus und Homophobie verknüpft, zu warnen", so Susanne Empacher, stellvertretende Landessprecherin der KPÖ-Wien und Bezirksrätin in Wien-Landstraße.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerstörten von oben gesteuerte SS- und SA-Horden Synagogen - allein in Wien wurden 42 Synagogen und jüdische Gebetshäuser attackiert. Wohnungen und Geschäfte von Juden und Jüdinnen wurden zerstört, jüdische Mitmenschen ermordet oder in Konzentration­slager verschleppt. Die Reichspogromnacht bildete den Auftakt für den Holocaust, die systematische Vernichtung von sechs Millionen Jüdinnen und Juden.

Acht Jahrzehnte später ist rassistische Gewalt noch immer bzw. schon wieder fester Bestandteil des Lebens in vielen Ländern Europa. Empacher: "Was z.B. gestern in Wien passierte, ist erschütternd und skandalös.* Um so mehr ist es notwendig, sich auf allen Ebenen und Strukturen gegen Antisemitismus und Rassismus, gegen rechte Hetze und rechtsextremistische Gewalt zu stellen. Zugleich ist es wichtig, ein konsequentes Vorgehen von Exekutive und Justiz gegen alle Verstöße gegen das NS-Verbotsgesetz einzufordern. Zudem halte ich es für grundlegend, sich gemeinsam für eine solidarische Gesellschaft einzusetzen", so Empacher.

* https://www.derstandard.at/story/2000...-abspielte

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Wir trauern um Dora Schimanko!

Dora Schimanko wird vielen Aktivisten und Aktivistinnen lange in Erinnerung bleiben, denn ihr Engagement für eine bessere, gerechtere Welt war bemerkenswert.

Wir teilen nachfolgend einen Nachruf des KZ-Verbandes, da er vieles sagt, was wir auch denken!

Dora entkam den Nazis mit einem der Kindertransporte nach England, mit 14 kehrte sie mit ihrer Mutter nach Österreich zurück.

Dora Schimanko war eine unermüdliche Kämpferin, Antifaschistin und Mahnerin. Sie unterstützte die Proteste gegen den WKR-Ball und sie stand gegen die Vielzahl an Verschärfungen im Asylrecht auf.

Unvergessen das Zitat von Dora "Hätten in England damals solche Gesetze gegolten, wir wären alle durch den Rauchfang gegangen".

Wir verneigen uns vor einer großartigen Frau, unsere aufrichtige Anteilnahme gilt der Familie, den Freund*innen und Weggefährt*innen von Dora.

Möge ihr die Erde leicht sein

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Solidaritätsadresse der Landeskonferenz der KPÖ

an die Genossen und Genossinnen von DIDF und ATIGF und all jene, die mit den aktuellen Protesten der türkisch-kurdischen Community solidarisch sind

Die gewalttätigen Angriffe türkischer Nationalisten und Faschisten auf Eure Strukturen erfüllen uns mit Abscheu und Ekel. Seid versichert, dass wir alles in unserer Kraft stehende unternehmen, um gemeinsam mit Euch auch in Zukunft gegen Nationalismus, Rassismus und Faschismus vorzugehen. No pasaran.

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KPÖ fordert konsequente Aussagen der Politik und ein Einschreiten der Wiener Polizei

Als ungeheuerlich bezeichnet Didi Zach, Landessprecher der KPÖ-Wien, den gestrigen Angriff mehrerer hundert rechtsradikaler, faschistischer türkischer Jugendlicher auf das EKH, in welchem u.a. die linken türkisch-kurdischen Vereine DIDF und ATIGF ihr Vereinssitz haben.

Das sehr passive Agieren der Polizei, obwohl Fensterscheiben eingeschlagen wurden, obwohl versucht wurde, mit Gewalt ins EKH einzudringen und obwohl erneut vielfach der verbotene Wolfsgruß demonstrativ in Kameras gezeigt wurde, "ist unakzeptabel".

"Angriffe auf Linke, Feministinnen, GewerkschafterInnen, `Allahu Akbar-Rufe´ und das Abfeiern des türkischen Diktators Recep Tayyip Erdogan dürfen in Wien nicht toleriert werden - genau so wenig wie Provokationen von Neonazis und der Identitären toleriert werden dürfen", so die KPÖ.


https://www.facebook.com/ramazan.yayl...cation=ufi

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Gedanken zum 8. Mai

Ein Kommentar von Didi Zach, Landessprecher der KPÖ-Wien

Heute ist der 8 Mai. Vor genau 75 Jahren musste das verbrecherische NS-Regime kapitulieren - bedingungslos.

Tatsache ist, dass sich sehr viele Österreicher*innen 7 Jahre lang aktiv am Angriffskrieg und am Massenmord der Nazis beteiligten. Und Tatsache ist, dass man den wahren österreichischen Held*innen der Zeit des Nationalsozialismus - den Deserteure*innen, Saboteur*innen und Widerstandskämpfer*innen - bis heute nur zögerlich gedenkt.

Viele aktive Nazis blieben auch nach dem Mai 1945 in ihren Ämtern bzw. konnten relativ rasch wieder wichtige Funktionen im Staat übernehmen. Es gelang dem offiziellen Österreich auch über Jahrzehnte hinweg nicht, sich konsequent zu seiner historischen Verantwortung zu bekennen.

Österreich versuchte sich schon bei Kriegsende als erstes Opfer des Nationalsozialismus zu inszenieren. Opfer war es aufgrund der völkerrechtswidrigen Annexion auch tatsächlich. Opfer war es aber insbesondere auch in dem Sinne, dass das Land und die Menschen im Lande 1938 Opfer ihrer Dummheit und Feigheit geworden waren. Viele Österreicher*innen war von den unmenschlichen Ideen des Rassenwahns und des Judenhasses überzeugt und glaubten der verbrecherischen Ideologie des deutschen Übermenschentums. Viele, die Zweifel hatten, schwiegen. Aktiven Widerstand gab es - im Vergleich zu anderen Ländern - nur wenig. Und dass die KPÖ die größte und bedeutendste Kraft im Widerstand gegen die NS-Verbrecher war passt bis heute nicht in die Geschichtsschreibung der Zweiten Republik.

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Kein Platz für Johann Koplenig

Unpassend zum 75. Jahrestag der Befreiung wurde eine Jahrzehnte alte Forderung der KPÖ erneut abgelehnt. Die Entscheidung traf ein Geheimausschuss der Stadt Wien, basierend auf einem geheimen Gutachten. MANFRED MUGRAUER

Die KPÖ startete erstmals im Jahr 1976 die Initiative, eine öffentliche Fläche in Wien nach ihrem langjährigen Vorsitzenden Johann Koplenig (1891–1968) zu benennen. Dieser stand von 1924 bis 1965 an der Spitze der Partei. Als die KPÖ im April 1945 gemeinsam mit SPÖ und ÖVP die Zweite Republik mitbegründete, gehörte Koplenig als Staatssekretär ohne Portefeuille der Provisorischen Regierung an. Bis 1959 war er Abgeordneter zum Nationalrat.

Im Juli 1977 begründete der damalige Wiener Bürgermeister Leopold Gratz (SPÖ) seine Ablehnung damit, dass noch mehr Zeit zu den Jahren 1945 und 1955 vergehen müsse, bis ein solcher Schritt möglich werde. Offenbar ist auch im Jahr 2020, 75 Jahre nach der Befreiung Österreichs vom Faschismus, noch nicht genügend Zeit vergangen, eine entsprechende Ehrung Koplenigs umzusetzen.

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April 1945: Befreiung Wiens durch die Rote Armee

Mit einer Kranzniederlegung gedachten gestern Mitglieder der KPÖ-Favoriten der Verdienste der Roten Armee im Kampf gegen den NS-Faschismus und für die Befreiung Wiens.

Anfang April 1945 hatte die Rote Armee Wien erreicht. Bereits in den ersten Apriltagen begann die Widerstandsgruppe KJV 44 unter der Führung von Heinrich Klein ihre Aktivitäten und es gelang am 8. April in Hernals und Ottakring Volkssturmmänner, Wehrmachtssoldaten und SS-Männer zu entwaffnen und diese mit Zivilkleidung auszustatten.* Wie gefährlich diese Aktionen und mutig die jungen Leute damals waren lässt sich daran ermessen, dass am 8. April nach der verratenen „Operation Radetzky“, die die kampflose Übergabe der Stadt an die sowjetischen Truppen zum Ziel hatte, drei beteiligte Offiziere – Oberleutnant Rudolf Raschke, Hauptmann Alfred Huth und Major Karl Biedermann – am Floridsdorfer Spitz öffentlich an Straßenlaternen gehängt wurden.

Am 13. April 1945 war Kampf um Wien beendet, SS und Wehrmacht vertrieben, Wien war von der NAZI BARBAREI befreit. Am 27. April 1945 wurde unter Beteiligung der KPÖ die Selbständigkeit Österreichs proklamiert.

* https://skug.at/der-klein-heini-war-d...ottakring/ bzw. https://www.doew.at/neues/helene-neuhaus-1922-2016

Zum Thema siehe auch http://www.kpoe.at/geschichte/faschis...n-koplenig

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Wien Wahl 2020

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