KPÖ Wien
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Studieren darf kein Luxus sein

BildungWenn man den Diskussion über die Universitäten verfolgt, merkt man, dass dieses Thema wieder sehr breite mediale Aufmerksamkeit genießt. Wissenschaftsminister Dr. Hahn stellte vor kurzem seinen „Drei-Stufen-Plan“ vor, welcher einfach zusammengefasst mit drei Schlagwörtern erklärt werden kann.
  • Studiengebühren
  • Studienplatzbegrenzung durch Eingangshürden aller Art (Eignungstest, Eingangsphase mit hoher Knock out Schwelle)
  • Studieninformation und Vorbereitung an den Schulen

    Auch werden weitere Zugangsbeschränkungen diskutiert und dies mit der Argumentation das ansonsten deutsche Studenten dem Numerus Clausus wegen nach Österreich kommen, um hier die in Deutschland verwährte Studienrichtung zu studieren. Es mag vielleicht ein Problem mit der Masse an deutschen Studierenden geben, doch anstatt das Gespräch mit Deutschland zu suchen, versucht man dies mit einer für alle Studenten/innen schlechten Lösung zu bewältigen.

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    Demo: SOS Kindergarten

    Am kommenden Samstag demonstrieren in Wien Kindergarten- und HortpädagogInnen bzw. KinderbetreuerInnen gemeinsam mit den betroffenen Eltern für bessere Arbeitsbedingungen im Bereich der Kinderbetreuung.

    Samstag, 17. Oktober 2009
    14 Uhr, Museumsquartier

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    SCHULSTREIK - Bildung ist keine Ware!

    BildungSeit Jahren mangelt es dem österreichischen Bildungswesen an Budget. Das vorhandene Geld wird lieber in Banken bzw. Geldinstitutionen investiert, welche laut der österreichischen Regierung in der jetzigen Finanzkrise momentan die wichtigste Rolle spielen. Dabei wird vergessen, dass Bildung das einzige Gut darstellt, welches uns nicht genommen werden kann.

    Frau Schmieds Forderungen bedeuten nichts anderes als radikale Einsparungen im Bildungswesen; sie haben rein gar nichts mit einer konstruktiven Verbesserung des Schulsystems zu tun, und stellen nur hohe Belastungen sowohl für LehrerInnen als auch für SchülerInnen dar. Diese absurde Verteilungslogik des Staatsbudgets ist nichts anderes als ein Ausdruck unseres kapitalistischen Wirtschaftssystems.

    Dies dürfen wir uns nicht gefallen lassen! Es ist Zeit solidarisch zu handeln!

    Wir Junge-Linke rufen somit zum Streik auf!

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    Ein überbezahlter Chefredakteur

    BildungIm Zuge der Debatten um die von Bildungsministerin C. Schmied geplanten Mehrbelastungen für Lehrer, geht’s ziemlich klassenkampfmäßig zu: allerdings von oben! Allgemeiner Tenor dabei ist, dass die Lehrer im Vergleich mit anderen Berufsgruppen angeblich zu wenig arbeiten und darum in Zukunft auch mehr hackeln sollen. Der Chefredakteur der Gratiskrone „Heute“, Richard Schmitt, empfahl am 5. 3. 2009 Lehrern, die über Arbeitsüberlastung klagen und die darum nicht auch noch die von Bildungsministerin Schmied geforderten zwei Stunden mehr arbeiten könnten: „Erzählt genau DAS auch der Alleinerzieherin an der Supermarkt-Kassa.“ So ein verkehrter Vergleich ist leider weit verbreitet.

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    LehrerInnen = Fußabstreifer einer verfehlten Budgetpolitik?

    BildungDie Zeitung "Der Funke" führte im Rahmen des „Lehrerstreits“ ein Interview mit Edith Friedl - ihres Zeichens Lehrerin an der HBLA für Künstlerische Gestaltung in Linz.

    Funke: Was halten die LehrerInnen davon, als Leidtragende bei der Sanierung des Budgets herangezogen zu werden?

    Friedl: LehrerInnen mutieren – so wie etliche andere Berufsgruppen auch – schnell zum „Fußabstreifer“ einer verfehlten Budgetpolitik, die großspurig und zynisch als „Sanierung“ des öffentlichen Haushalts bezeichnet wird. Bereiche wie Bildung, Gesundheit, Justiz, Kultur etc. sind KERNBEREICHE einer Gesellschaft, die seit Jahren äußerst kurzsichtig und schleichend auf gefährliche MINDEST-Standards zusammengestutzt werden. Gleichzeitig wird der neoliberale Wirtschafts- und Finanzkurs weiter gefahren, so als ob nix gewesen wäre: Banken erhalten sofort und gänzlich unbürokratisch aus dem öffentlichen Budget Unterstützung in Milliardenhöhe ohne irgendwelche Auflagen; Manager und Aktionäre leben weiter wie die Maden im Speck; kapitalschonende Stiftungen und Steuererleichterungen auf der ganzen Linie für „Gstopfte“ bleiben weiter die Regel. Privatisierung und Ausdünnung von Staatseigentum sind nach wie vor „en vogue“ usw. usf.

    Das gesamte Interview mit Edith Friedl, die bei der kommenden EU-Wahl für die KPÖ kandidieren wird

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    Unabhängige GewerkschafterInnen in der GöD fordern Einberufung der Bundeskonferenz

    BildungÖGB-Präsident Foglar hat sich gegen das Auseinanderdividieren einzelner Berufsgruppen ausgesprochen und Verständnis für die Situation der LehrerInnen signalisiert. Solidarität gegen die Bestrebungen, die Krise generell für den Abbau von ArbeitnehmerInnenrechten zu nützen. In den Schulen stehen die Zeichen auf Streik. Um einen Streikbeschluss für die 120 000 LehrerInnen rasch umsetzen zu können, braucht es aber einen entsprechenden Beschluss der GÖD - so Reinhart Sellner, Vorsitzender der UGöd - Unabhängige GewerkschafterInnen in der GÖD in einer OTS-Erklärung.

    Hier die ganze Erklärung

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    Schmieds Vorstoß zielt auf verstärkte Entsolidarisierung

    Bildung„In dreierlei Hinsicht ist der Vorstoß von Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) für eine Ausweitung der Arbeitszeit der LehrerInnen aufschlussreich für die Politik der Bundesregierung und macht zudem deutlich, wie tief die Sozialdemokratie im Sumpf des Neoliberalismus steckt“, kritisiert KPÖ-Bundessprecherin Melina Klaus.

    Zum einen forciert Schmieds Vorstoß eine Verlängerung der Arbeitszeit statt einer angesichts wachsender Kurzarbeit und Prekarisierung immer dringender werdenden allgemeinen Arbeitszeitverkürzung mit vollem Lohnausgleich. Zum zweiten wird mit dem Vorstoß einmal mehr die Entsolidarisierung und gezielte Aufhetzung gegen bestimmte Gruppen der Gesellschaft verstärkt. Und wenn zum dritten vom Opferbringen die Rede ist wird deutlich, dass die Nutznießer und Verursacher der Krise davon ausgenommen bleiben sollen.

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    Ist DAS die neue Schule, Frau Schmied?

    BildungAm Montag sind die Budgetverhandlungen zum Kapitel Bildung gescheitert, das Bildungsbudget wird nicht dem Bedarf und den Reformnotwendigkeiten entsprechend erhöht, stattdessen hat sich die Regierung überfallsartig (?) auf eine Erhöhung der Lehrverpflichtung der LehrerInnen geeinigt. Damit ist die notwendige Finanzierung für kleinere Klassen, Integrations- und Fördermaßnahmen, Klassenvorstandsstunde, Freifächer-Übungen und das pädagogische Konzept der neuen Mittelschule ausgeblieben.

    Statt ihren Rücktritt anzubieten, versucht Ministerin Schmied über eine Erhöhung der LehrerInnenarbeitszeit ihre Reformansätze zu retten und wenigstens personell zu bedecken.

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    Neue Wiener Mittelschule – das pädagogische Paradies an der AHS Theodor Kramer Str.!

    Brief eines Lehrers - von Karl Gugler, Lehrer an der AHS-Theodor Kramerstraße

    Das Bezirksjournal, aber auch andere Zeitungen, vermelden den erfolgreichen Start der Neuen Wiener Mittelschule (NWMS) mit Beginn des kommenden Schuljahres. Zwanzig Standorte hätten sich wienweit dafür entschieden. Sieht man sich die dazu gehörende Liste näher an, dann fällt auf, dass gerade einmal fünf (von achtzig) Unterstufen von Gymnasien dabei sind. Dass auch der Contiweg schon mitgezählt wird, obwohl das Schulhaus nicht einmal noch steht, stimmt nachdenklich. Dass die anderen fünf, so auch die AHS Theodor Kramer Str., zugestimmt haben, liegt aber eher nicht im Glauben ans Paradies, als vielmehr am Wissen, dass ein Mehr an Ressourcen kleinere Lerngruppen und anderes ermöglicht und die amtlich in einer Lehrer/innen/konferenz erfolgte Verlautbarung, dass man die auch verlieren kann.

    Die eben genannte Schule verfügt über diese besseren Ressourcen aber bereits seit ihrem Beginn, also seit mehr als zehn Jahren. Mit der NWMS hat das also gar nichts zu tun. Die Ankündigung, dass etwa 20 Kolleg/inn/en ihren Job woanders fortsetzen hätten müssen oder gekündigt worden wären, hat die Zustimmung bewirkt.

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    Sie reden ziemlich viel Unsinn, Herr Bezirksrat!

    Brief eines Lehrers
    von Karl Gugler, AHS Theodor Kramerstraße

    Ich muss Ihnen doch recht heftig widersprechen, Herr BR Mag. Sepp Albel. Was Sie da unlängst veröffentlicht haben über die paradiesischen Zustände in den Schulen der Donaustadt, riecht eher nach Karrierestreben des Autors, als nach gründlicher Recherche des Ist-Zustandes. Ich möchte also – nach 23 Jahren Dienst an Donaustädter Schulen – Ihre Lobhudelei mit Fakten unterfüttern, die etwas näher an der Wahrheit liegen.

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    Also doch: Computer aufzeichnen und ausschneiden!

    Brief eines Lehrers
    von Karl Gugler (im Bild rechts, kandidiert zur NR-Wahl auf der Regionalliste der KPÖ für die Donaustadt und Floridsdorf an zweiter Stelle)

    Was ich im letzten Kaktus schon vorhergesehen habe, ist auch prompt eingetreten. Die vier Computersäle sind an der AHS Theodor Kramer Str. tatsächlich errichtet worden. Von passendem Mobiliar und erforderlichen PCs fand sich aber – sieben Tage vor Schulbeginn – keine Spur.

    Jener Kollege, dem wir die Netzwerkadministration übertragen haben, hat durch seine fast ständige Anwesenheit während der Ferien und seine Hartnäckigkeit – er stammt aus der Steiermark und ist demnach ausreichend zäh – durchgesetzt, dass sogar ein Serverraum baulich eingerichtet wurde. Dass er auch die erforderliche Hardware bekommen werde, dass er darum trickreich verhandelt habe, sagt er. Er glaubt daran, weil er – wie so viele Lehrer/innen – den Schüler/innen Qualität bieten will. Und er schleppt jetzt schon Kiste für Kiste in den Keller und seine zwei Söhne helfen dabei mit, gratis versteht sich.

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    Nein, Frau (Stadtschulrats-) Präsidentin, so nicht, bitte!

    BildungBrief eines Lehrers - von Karl Gugler, AHS Theodor Kramerstraße

    Ich war wohl etwas zu euphorisch, Frau Präsidentin, als ich Ihnen in meinem letzten "Brief eines Lehrers" meinen Dank ausgesprochen habe. Ich nehme ihn vollinhaltlich zurück! Ich stimme Ihnen immer noch zu, wenn Sie die Neue Wiener Mittelschule realisieren und die Zahl der verfügbaren (AHS-)Schulplätze für Donaustädter Kinder innerhalb des Wohnbezirkes erhöhen wollen. Und wir tun auch etwas dafür! Wir nehmen gerne 60 zusätzliche ErstklasslerInnen auf, obwohl das Produkt aus 2 mal 25 doch eigentlich 50 ist. Das Schulhaus, obwohl für 32 Klassen gebaut, wird die 39 Klassen schon irgendwie verkraften. Na ja, das Haus sicherlich, aber wir, die SchülerInnen und LehrerInnen? Wir werden also die Zahl der ErstklasslerInnen um 40 Prozent erhöhen – und was tun Sie?

    Sie erhöhen nicht unser laufendes Budget, so wie das jedem nichtsahnenden Menschen auf der Straße einleuchten würde, nein, Sie kürzen es! Und gleich um ganze 15 Prozent!

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    Herzlichen Dank, Frau Präsidentin!

    Brief eines Lehrers - von Karl Gugler, AHS Theodor Kramerstraße

    Aufrichtig! Ich habe mich wirklich gefreut über Ihre Entscheidung, dass jede/r Schüler/in der Donaustadt, der/die einen AHS-Platz braucht, den jetzt auch innerhalb des Wohnbezirkes erhalten wird. Diese Kosten werden jetzt nicht mehr gescheut. Vielleicht hat das auch ein bisschen mit dem Wiener Wahltermin in 2 Jahren zu tun. Das aber relativiert das Faktum nicht. Danke!

    Voll werden sie sein – unsere zusätzlichen ersten Klassen in der AHS Theodor Kramer Straße. Übervoll schon wird unser Haus sein. Statt 32 – dem Hauskonzept entsprechenden – Klassen werden jetzt schon 37 geführt; nächstes Schuljahr werden es 39 sein, danach 41! Und NACH den Wahlen?

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    SPÖ schließt ihre Zukunftswerkstatt

    Mit den Zukunftswerkstätten ist es in Österreich derzeit ein Nullsummenspiel. Ende Jänner wurde eine geschlossen und eine andere eröffnet. Konkret: die SPÖ sperrte ihre aus Geldmangel zu, während der Österreichische Fußballbund eine ins Leben rief, um über das bevorstehende Debakel bei der EURO 2008 hinaus Perspektiven erarbeiten zu können.

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    Ansichten eines Schülers zum Thema Gesamtschule

    BildungGeorg Sutterlüty, ein ehemaliger Gymnasiallehrer in Wien und Bregenz, derzeit freier Journalist und Historiker, beschrieb die Schule folgendermaßen:
    In der Schule herrscht das Enge, das Kleinkarierte…Schule versinnbildlicht für mich daher die ständige Herausforderung der bestmöglichen Organisation des Nichtwollens.“

    Ich finde, dass Sutterlüty mit dieser Aussage über die Schule, zumindest in Österreich, die Realität recht gut getroffen hat.

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