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Walter Hnat - Gründer des WUK - ist verstorben

Walter Hnat war Zeit seines Lebens engagierter und unorthodoxer Kommunist. In Erinnerung bleiben wird er aber als Initiator, Mitbegründer, unermüdlicher Aktivist und erster Obmann des WUK.

Schon ab 1934 war Genosse Hnat im antifaschistischen Widerstand tätig. 1939 wurde er wegen "illegaler Betätigung für ein freies Österreich und Vorbereitung zum Hochverrat" zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt.

Nach Kriegsende trat Genosse Hnat in den Dienst der Wiener Polizei ein, und legte die Berufsreifeprüfung an der Universität Wien ab. Er engagierte sich in der Volksbildung, und war im Rahmen der Gewerkschaftsbewegung im Kulturbereich tätig.

Von Anfang an und über viele Jahre war Genosse Hnat aber vor allem "die Seele des WUK". Für Genossen Hnat waren Arbeit und Kultur untrennbar miteinander verbunden. Sein Arbeitsbegriff endete nicht bei der ausgebeuteten Lohnarbeit. Für ihn stand im Mittelpunkt seines Interesses die schöpferische, selbstbestimmte Kulturarbeit, der Freiheitsbegriff selbstgewählter Tätigkeit, der aus dem Reich des Notwendigen in ein denkbares Reich der Freiheit führt - so die Phantasie. Ob dann das WUK, abhängig vom Kulturtopf des rosaroten Wien, so eine Insel befreiter Kulturarbeit geworden ist, das wird er sich sicher öfter gefragt haben.

Sei’s wie’s sei, der Beginn, nur wenige Jahre nach der Arena-Besetzung, ist Walter Hnat zu verdanken. Das Konzept einer kommunistischen Vision hat er in der Partei geboren, aber nicht annähernd verwirklichen können. Deshalb holte er, kurz vor seiner Pensionierung, kurz vor 1980, in mühevoller Überzeugungsarbeit Linke, Kulturschaffende, junge Männer und Frauen, geschickt ausgewählte Meinungsträger zusammen und löcherte sie mit der WUK-Idee. Der zweite Senior war der Schriftsteller Arthur West.

Aus seiner Erfahrung in der kommunistischen Bezirksarbeit im 9. Wiener Gemeindebezirk kannte Walter das Gebäude des ehemaligen TGM, einer Gewerbeschule. Die siedelte ab, und das entzündete in Walter die Idee des WUK, in dem heute so viele junge Leute aus- und eingehen, aber auch "seine SeniorInnengruppe" beheimatet war und ist.

Auch das Miteinander der Generationen war für Genossen Hnat immer sehr wichtig. In Zusammenarbeit mit dem Verband der Wiener Volksbildung wirkte er auch für die Schaffung zahlreicher spezieller Angebote für SeniorInnen.

2001 wurde er mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien ausgezeichnet.

Der bescheidene Genosse Hnat hatte viele Stärken - vielen wird er aber als Initiator und unermüdlicher Aktivist des WUK in Erinnerung bleiben.

Er starb am 1. Dezember im 90. Lebensjahr.

Ein herzliches Danke Schön nochmals für all die geleistete Arbeit.

Wiener Stadtleitung
Bundesvorstand der KPÖ

Die Verabschiedung findet am Montag, 14.Dezember, 11 Uhr, in der Feuerhalle Wien-Simmering statt.

Der Nachruf des WUK findet sich unter
http://www.wuk.at/wuk/das_wuk

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