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Max Schneider ist verstorben

AntifaschismusDie Jüngeren in der KPÖ können keine Erinnerung mehr an ihn haben. Aber Max Schneider war als Funktionär der KPÖ in den fünfziger und sechziger Jahren einer der belesensten und gegenüber der Jugend Offensten und Sensibelsten unter den führenden KommunistInnen.

Nach dem Verbot der Roten Falken trat Max dem Kommunistischen Jugendverband bei. Die Nazi zwangen ihn aus politischen und "rassischen" Gründen in die Emigration nach England, wo er eine Ausbildung als Metalldreher machen konnte. Wie viele andere Jungkommunisten meldete sich Max in die britische Armee, kam ab Jänner 1945 in Frankreich und Deutschland zum Einsatz und wurde in den letzten Kriegstagen schwer verwundet. Er erhielt die Tapferkeitsmedaille der Britischen Armee.

Ab 1947 war er wieder in Österreich, wo er sich in der kommunistischen Partei engagierte. Zunächst wurde er Funktionär im KZ-Verband, später arbeitete er als Bezirkssekretär in Graz.

In den 60er Jahren gehörte er dem Wiener Landessekretariat an und wurde schließlich als Wiener Landessekretär gewählt. Als einer der wenigen setzte er sich konstruktiv mit der Jugend- und Studentenbewegung dieser Zeit auseinander und unterstützte die mit dem 19.Parteitag verbundene Öffnung der KPÖ und den Prager Frühling 1968.

Nach der Wende in der KPÖ, als die Verurteilung des Einmarsches in die CSSR zurückgenommen wurde, wurde Max Schneider gemeinsam mit anderen Genossen der Wiener Parteiführung abgewählt und schließlich aus der Partei gedrängt.

Er blieb trotzdem den sozialen und humanistischen Werten der Arbeiterbewegung verbunden und stellte sich u.a. bis ins hohe Alter als Zeitzeuge in Schulen und für junge Menschen für antifaschistische Aufklärungsarbeit zur Verfügung. In den letzten zwei Jahrzehnten besuchte er auch wieder Veranstaltungen der KPÖ, wo wir ihn als interessierten Zuhörer trafen.

Max Schneider erhielt das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien. Er starb nach langer schwerer Krankheit am 12.Juni im 89. Lebensjahr in Wien.

Die Verabschiedung findet am 29.6. 2010 um 13:00 Uhr in der Feuerhalle Simmering statt.

Die Urnenbeisetzung erfolgt am 2.7. 2010 um 10:45.

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