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Frechheit siegt

ist offenbar das neue Motto der grünen Spitzenfunktionäre um Maria Vassilakou. Denn obwohl die vollmundigen Versprechungen aus dem letzten Gemeinderatswahlkampf (siehe grünes Wahlplakat) auch beim Thema Öffi-Tarife meilenweit verfehlt wurden, jubeln Vassilakou & Co.

Vassilakou, die schon mal im Waldorf Astoria in New York das Tanzbein schwingt, spricht von einem "Meilenstein für eine ökologische und soziale Verkehrspolitik", der grüne Klubchef Ellensohn zeigt sich "hocherfreut" und spricht von einem großen Erfolg der rot-grünen Stadtregierung.

Didi Zach, Landessprecher der KPÖ-Wien: "Der Reduzierung der Jahreskarte, welche durchaus erfreulich ist, steht eine Erhöhung des Einzelfahrscheins um weitere 10 Prozent gegenüber. Und Fakt ist, dass Einzelfahrscheine innerhalb von 12 Jahren um sagenhafte 65 Prozent teurer wurden, während die Inflationsrate für diesen Zeitraum bei ungefähr 25 Prozent liegt."

Zach weist zudem darauf hin, dass all jene zur Kasse gebeten werden, die - entsprechend grünen Leitvorstellungen - das Glück haben, dass Arbeitsplatz und Wohnung nahe beieinander liegen. Solche Menschen, so Zach, "brauchen keine Jahreskarte, weil Sie sich vor allem zu Fuß oder per Fahrrad fortbewegen. Warum werden diese Personen durch die saftige Erhöhung der Einzelfahrscheine bestraft?"

Auch auf die Tatsache, dass sich nicht wenige Menschen eine Jahreskarte nicht wirklich leisten können - immerhin leben in Wien rund 300.000 Menschen an oder unter der Armutsgrenze - verweist Zach. Und zur Hoffnung von Vassilakou (PendlerInnen werden das Auto stehen lassen und auf die Öffis umsteigen) sagt Zach: "Nachdem attraktive Angebote für PendlerInnen, z.B. kostenlose Park&Ride-Plätze, fehlen, bezweifle ich, dass dieser Wunsch Realität wird."

"Als katastrophal" erachtet Zach die Koppelung der Tarife der Wiener Linien an die Teuerungsrate. Damit wird - ähnlich wie beim unsinnigen Valorisierungsgesetz, welches die Grünen einst kategorisch ablehnten - "eine Preisspirale nach Oben in Gang gesetzt, unter welcher vor allem Menschen mit geringem und mittleren Einkommen schwer zu kämpfen haben werden."

Zach betrachtet das Ergebnis der Tarif-Reform als absolut unzureichend. Damit, so Zach, "hat die grüne Führungsriege ein zentrales Wahlversprechen zu Grabe getragen."

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