AKH-Ärzte planen Streik
Sparen, sparen, sparen - so das Motto der Regierung. Und es soll noch mehr
gespart werden - vor allem bei den Bereichen Pensionen und Gesundheit sehen angebliche
Experten einiges an Einsparungspotential. Was durchaus möglich sein kann - andererseits ist
die Situation aber schon heute in vielen Bereichen untragbar.
Tatsache ist z.B., dass das AKH, das zweitgrößte Krankenhaus der Welt, kurz vor dem Kollaps steht, da schon jetzt die Finanzmittel nicht ausreichen, um einen reibungslosen Betrieb aufrecht zu erhalten.
9 Millionen Euro fehlen dem AKH zur Zeit im Budget, für 2013 wird das Defizit mit 30 Millionen veranschlagt. 6 Millionen, so die Idee, sollen 2012 durch das Einsparen von 180 Dienststellen und 24 Nachtdiensträder lukriert werden. Woher die restlichen fehlenden Mittel, die sich 2013 immerhin auf 24 Millionen Euro belaufen werden, kommen sollen, ist unklar. Für die Finanzierung zuständig ist die Republik bzw. die Medizinische Universität, die ihre Mittel vom Bund erhält.



Die etwa 80.000 Beschäftigten des privaten Gesundheits- und Sozialbereiches machen Druck für einen angemessenen Kollektivvertragsabschluss. Die bisherigen Verhandlungen der Gewerkschaft GPA-djp und der Gewerkschaft vida mit der Berufsvereinigung der Arbeitgeber im Gesundheits- und Sozialbereich (BAGS) blieben bislang ohne Ergebnis.
In Wien beträgt das durchschnittlich pro Jahr und Person ausbezahlte Pflegegeld nur 4.354 Euro. In allen anderen Bundesländern kommt es zu deutlich höheren Auszahlungen. Der Vergleich zeigt, dass in Vorarlberg der/die durchschnittliche BezieherIn pro Jahr 1.218 Euro mehr erhält. Wien drückt dadurch nicht nur den bundesweiten Durchschnitt, sondern unterschreitet diesen sogar um knapp 300 Euro.
Das neue Buch von Martin Rümmele (Co-Autor Andreas Freitag) fordert einen radikalen Richtungswechsel in der Gesundheitspolitik: Das Ziel darf nicht sein, Krankheit zu verwalten. Ziel muss sein, die Entstehung von Krankheiten zu verhindern. Dazu müssen soziale Ungleichheiten abgebaut, die Umwelt geschützt, die Menschen vor den Folgen von Krankheit abgesichert, die Bildungssysteme ausgebaut und Wohlstand gerechter verteilt werden.



Anläßlich der Nationalratswahl hat der Österreichische Gesundheits-
und Krankenpflegeverband (ÖGKV) einen Fragenkatalog an die Gesundheits- und SozialsprecherInnen der wahlwerbenden Parteien gerichtet. Die Antworten der Parteien können auf der
„Wenn die Regierung behauptet, dass es sich bei den Vorschlägen zur Gesundheitsreform, um Lösungen im Interesse der Menschen handelt, so kann dies nur als Lüge qualifiziert werden“, so Didi Zach, Landessprecher der KPÖ-Wien.
KPÖ Wien






