Samstag, 5. Feber 2011 @ 15:49

Während in allen Bundesländern ein Rückgang der Arbeitslosenrate feststellbar ist, mußte das AMS-Wien auch im Jänner einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen um 5,7 Prozent vermelden. Insgesamt waren mit Ende Jänner in Wien 87.639 Menschen arbeitslos gemeldet, weitere 23.439 waren in Schulungen,
berichtete ORF-Online.
Bei Frauen ist die Zahl der Arbeitslosen gar um 10,5 Prozent gestiegen. Auch ein akademischer Titel bietet keine Job-Garantie - bei Akademikern ist die Arbeistlosigkeit in Wien auf 12,2 Prozent gestiegen.
SPÖ-Stadträtin Renate Brauner sagte angesichts der Zahlen zwar, "dass der
Kampf gegen die Folgen der Krise weitergehen muss". Wenn Brauner - so wie übrigens
auch der Koalitionspartner - meint, allein durch "Aus- und Weiterbildung" könne erfolgreich
gegengesteuert werden, so stellt sich die Frage,
wie Brauner den Anstieg arbeitsloser AkademikerInnen erklärt.
Einmal mehr jubelte die Stadträtin über die "Wiener Ausbildungsgarantie". Brauner keck:
"Wir haben heuer im Jänner um 16,2 Prozent weniger
Jugendliche auf Lehrstellensuche als im Vergleichsmonat vor der Krise
2008".
Fakt ist aber, dass - trotz der vielgepriesenen "Wiener Ausbildungsgarantie" - im Jänner 2011 1.477 Jugendliche vergeblich eine Lehrstelle gesucht haben. Im Jänner 2010 gab es auch "nur" 1.516 Jugendliche ohne Lehrstelle. Von einer "Ausbildungsgarantie" kann jedenfalls angesichts der Zahlen keine Rede sein.
Die Zahlen zeigen jedenfalls, dass das Versprechen des SPÖ-Klubvorsitzenden Siegi
Lindenmayr aus dem Juni 2009 - "Jeder junge Mensch, der in Wien heuer eine Lehrstelle suche, werde einen in der Bundeshauptstadt finden" - nur ein großspurige Ankündigung war.