SPÖ-Wien erhöht Strompreis um 17,8 Prozen

Es war absehbar, nun ist es offiziell. Die EnergieAllianz, die gemeinsame Vertriebsgesellschaft von Wien Energie, EVN und Energie Burgenland, wird die Strompreise mit Anfang 2022 kräftig erhöhen.

Um unglaubliche 17,8 Prozent steigt der Gesamtpreis bei Wien-Energie. 800.000 Haushalte in Wien sind betroffen, für einen durchschnittlichen Wiener Haushalt (sofern dieser einen Jahresverbrauch von nur 2.000 kWh hat) werden die Mehrkosten nach Unternehmensangaben knapp 8 Euro pro Monat betragen.

Und was tut die Politik? Nun ja – von der türkis-schwarz-grünen Bundesregierung sollten sich jene, die nicht im Geld schwimmen, nicht all zu viel erwarten. Katastrophal aber auch das Verhalten der SPÖ und da insbesondere der SPÖ-Wien. Seit Wochen fordert die Bundes-SPÖ in Person der Vorsitzenden Rendi-Wagner Maßnahmen der Bundesregierung, damit nicht zehntausende Menschen in kalten Wohnungen frieren müssen. Und auch ÖGB und AK drängen seid Wochen auf Gegenmaßnahmen. Dabei vergessen die Genossen jedoch gekonnt, dass die SPÖ geführte Stadtregierung in Wien ja die Möglichkeit hätte, im Sinne der Menschen aktiv zu werden – egal was die Bundesregierung tut oder nicht tut. Doch statt eines Einfrierens der Tarife oder eines Heizkostenzuschusses für finanziell schlechter gestellte Menschen erhöht Wien-Energie, welche sich zu 100% im Eigentum der Stadt Wien befindet, nun die Preise.

Was auch noch erwähnt werden muss. Wien-Energie schreibt Jahr für Jahr satte Gewinne. 2020 wurde der Jahresüberschuss sogar um 77,8 Prozent auf 360 Millionen Euro gesteigert.

KPÖ-Landessprecher Didi Zach zum Agieren von Bürgermeister Ludwig und Genossen: „Einmal mehr zeigt sich leider, dass den schönen Worten der Sozialdemokratie keine Taten folgen. Die Leidtragenden sind hunderttausende Betroffene.“