Transit-Verkehr: Eine Naturgewalt, die akzeptiert werden muss?

„Der internationale Transitverkehr – auf den Wien ja keinen Einfluss hat – wird (da keine Lobau-Autobahn kommt) weiter durch die Stadt und dicht bewohntes Gebiet donnern“, so vorgestern SPÖ-Verkehrssprecher Stöger.

Wir sagen: ein Blödsinn sondergleichen. Natürlich kann die Politik Lenkungsmaßnahmen setzen, damit sich der Transit von Nord- nach Südeuropa, von West- nach Osteuropa nicht durch Österreich hindurchwälzt. Die Maßnahmen können vielfältig sein: Hohe Mautgebühren für LKW-Transit verknüpft mit Fahrverboten abseits von Autobahnen wären eine Möglichkeit, Ausbau und preisliche Zusatzstimuli für den Güterverkehr mittels Bahn eine andere.

Natürlich will die Fracht-Lobby mit ihren LKWs möglichst schnell und möglichst günstig von A nach B kommen. Wenn die Fahrt durch Österreich aufgrund nicht vorhandener Autobahnen, auf denen durchgerauscht werden kann, um 2, 3 Stunden länger dauert und/oder es wesentlich billiger ist, Österreich zu umfahren, so ist klar, was passieren wird. Dies ist sicherlich auch Verkehrssprecher Stöger bekannt – der behauptet aber lieber es handle sich beim Transit-Verkehr um eine Naturgewalt, gegen die rein gar nichts getan werden kann.

Ps.: SPÖ-Politiker aller Hierarchie-Ebenen glänzten am Mittwoch mit jeder Menge jenseitiger Stellungnahmen, in welchen der Stopp der Lobau-Autobahn kritisiert wurde. Auf all die unsinnigen Argumente einzugehen, haben wir aber keine Lust.