Wien Energie schreibt erneut Gewinn – Strom-, Gas- und Fernwärmepreise gehen zugleich durch die Decke

Gestern präsentierte Wien Energie, zu 100% im Besitz der Gemeinde Wien, die Bilanz für 2021. Das operative Ergebnis liege weit hinter dem Vorjahr zurück – so der Wien Energie Chef. Der Gewinn betrage 2021 nur 140 Millionen Euro.

Didi Zach, Landessprecher der KPÖ-Wien: „Was Wien Energie da kundtut, ist Jammern auf allerhöchstem Niveau. Tatsache ist, dass Wien Energie damit 2020 und 2021 einen Gewinn von insgesamt 500 Millionen Euro realisiert hat. Es ist an der Zeit, die 500 Millionen Euro Gewinn einzukassieren und zu den Menschen umzuverteilen.“

Die SPÖ, so Zach, „schwafelt bei der 1. Mai Demo über soziale Gerechtigkeit und Wien als Vorzeigemodell, während das Energieunternehmen der Stadt schamlos abcasht und zudem die Preise für Strom, Gas und Fernwärme in den letzten Wochen und Monaten enorm angehoben hat. Die Verlierer*innen sind hunderttausende Betroffene in Wien. Statt sich über die Bundesregierung zu beklagen wäre es an der Zeit, dass Ludwig und die Wiener SPÖ endlich Taten setzen.“

Zach ärgert sich zudem über das gesamte Presse-Statement von Wien Energie (siehe Kommentare), welches sich mit einem „grünen Mäntelchen“ schmückt: „1 Milliarde Euro in 5 Jahren für den Gas-Ausstieg zu investieren, klingt zwar pompös, ist es aber nicht. Auch 2021 hat Wien Energie rund 160 Millionen in Sachanlagen u.a. investiert. Und wichtig ist auch zu wissen, dass das Eigenkapital laut Bilanz gegenwärtig fast 2 Milliarden Euro beträgt und Vermögenswerte im Ausmaß von fast 9 Milliarden Euro existieren. Es gibt also genügend Spielraum – sowohl für sinnvolle Investitionen wie auch für Preissenkungen bzw. das Ausschütten der Gewinne.“